9 days to go
16. - 18. März 2021
Dauer: 3 Tage
virtuell
1216 Teilnehmende

Herzlich Willkommen

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Foto: André Wagenzik

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Der Kongress Armut und Gesundheit schafft seit 1995 ein kontinuierliches Problembewusstsein für gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland. Einmal im Jahr kommen hier Akteur:innen aus Wissenschaft, Gesundheitswesen, Politik, Praxis und Selbsthilfe zusammen. Dabei problematisieren wir die gesellschaftlichen Strukturen und diskutieren Veränderungspotenziale. Aktuelle Forschungsergebnisse werden ebenso vorgestellt und vertieft wie neue Strategien, Lösungsansätze und Erfahrungen aus der Praxis. 

Mit dem Engagement aller Akteur:innen und Teilnehmenden des Kongresses erfährt eine heterogene Gruppe von Menschen eine Lobby, die oftmals wenig Unterstützung erhält.

Kongressprogramm

09:30 - 11:00Fachforum

Urban Health und Klimaschutz zusammen denken und gestalten – Gesundheit als Katalysator für lokalen Klimaschutz

Gesundheitsfördernde Gesamtpolitik I

Immer mehr Städte weltweit, auch in Deutschland, rufen den Klimanotstand aus. Klimaschutz setzt sich konkret primär auf der kommunalen Ebene um. Immer mehr Städte wie Kopenhagen, Amsterdam, Paris, Koblenz und Stadtquartiere haben ambitionierte konkrete Klimaschutzmaßnahmen bis hin zur Klimaneutralität, in denen auch Gesundheit eine Rolle spielt. Soll die Erklärung aber nicht eine symbolische Handlung bleiben, muss er mit konkreten Zielen und Maßnahmen unterfüttert werden. Dazu bedarf es ambitionierter Aktions- und Umsetzungspläne mit denen sich vereinbarten Ziele, z.B. Klimaneutralität, auch erreichen lassen.
In diesem Prozess kommt dem Gesundheitssektor, Public Health Fachleuten und dem Öffentlichen Gesundheitsdienst eine wichtige Rolle zu, um Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen mit Gesundheit zu verbinden. Was sind z.B. klimaresiliente- und gesundheitsfördernde Städte? Was heißt das für den Verkehr (Mobilität), die Ernährung, die Stadtplanung? Was ist zur Umsetzung dieser Maßnahmen erforderlich? Das sind Felder, die Sektor- und Ressort übergreifend angegangen werden müssen, da oft - wie bei der Luftverschmutzung - nur eine Kombination von Maßnahmen zielführend sind. Neben gesunder Luft sind Ernährung, Bewegung, Hitze und Lärm zentrale Handlungsfelder, in denen sich Klima- und die Gesundheitsschutz gut verbinden lassen. Auch Schritte hin zu einem klimaneutralen Gesundheitssektor sollte Teil dieser Agenda sein.

Allerdings ist das Thema Klimawandel und Gesundheit sowohl in Gesundheitssektor wie auch in der Umweltpolitik noch wenig berücksichtigt, in seiner Bedeutung noch zu wenig erkannt und Initiativen oft nicht Sektor übergreifend ausgerichtet.

In der Veranstaltung soll es darum gehen, was Gesundheitsfachleute und der Gesundheitssektor zu einer wirksamen Klimaschutzpolitik auf kommunaler Ebene beitragen können, welche beispielhaften Ansätze es bereits gibt und welcher Rahmenbedingungen und Instrumente/Strukturen es dafür bedarf.

Begrüßung und kurze Einführung zum Thema

Urban Health, Umwelt- und Klimaschutz- Eine Einführung

Urban Health und kommunaler Klimaschutz

Podiumsdiskussion

Themenfelder
  • Klimawandel und Gesundheit   

Beteiligte

Dirk Gansefort
Landesvereinigung für Gesundheit & Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.
Dr. Martin Herrmann
Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG)
Dr.in Ursula Hahn
Verein Gesundheit und Medizin in Erlangen e.V.
Björn Weber
Deutsches Institut für Urbanistik (difu) gGmbH
Christiane Heiß
Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin
Thomas Claßen
Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen
Theresa Krüger
Lea Elsholz
Health for Future Aachen
09:30 - 11:00Seminar

Wandel durch Covid-19 in der globalen Gesundheitsordnung

Gesundheitsfördernde Gesamtpolitik II

Hintergrund/Fragestellung
In dem Fachforum wird die globale Dimension von Covid-19 näher beleuchtet. Die Pandemie offenbart und verschärft nicht nur Ungleichheiten in der Weltgesundheit, sondern transformiert gleichzeitig die globale Gesundheitsarchitektur. Es ergeben sich neue Akteursrollen, Instrumente der globalen Gesundheitspolitik, wie auch eine verstärkte Diskussion um resiliente Gesundheitssysteme.

Projektbeschreibung/Methode
Das Fachforum besteht aus drei Beiträgen, geleitet durch eine Moderation und gefolgt von einer Diskussion. Der erste Beitrag behandelt Veränderungen in der globalen Gesundheitsordnung inmitten von Covid-19, während der zweite globale gesundheitspolitische Finanzierungsinstrumente und Spendenaufrufe thematisiert. Nachfolgend wird der Wandel der Rolle der EU und das Aufkommen neuer Akteure behandelt. Die Erkenntnisse beruhen auf gesundheitspolitischen und politikwissenschaftlichen Analysen und Gesprächen.

Schlussfolgerung/Ergebnisse
Die Beiträge verdeutlichen, dass ein Health in All Policies-Ansatz auch für die internationale Ordnung und die globale Gesundheitspolitik von einzelnen Akteuren, wie der EU, nötig ist. Die Bedeutung der Verschiebungen in globaler Gesundheit muss nun in die praktische Arbeit der globalen Gesundheitsakteure übersetzt werden.

Diskussionsbeitrag/Lessons learned
In der Diskussion erhalten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, Nachfragen und Kommentare zu äußern, wie auch provokante Thesen aus einem vorbereiteten Set an Aussagen zur Diskussion auszuwählen. Wenn technisch möglich, soll das Publikum bereits während der Vorträge mithilfe von Quizfragen einbezogen werden (über das Videokonferenzsystem, einen Link oder eine App).

Wandel der globalen Gesundheitsordnung inmitten von Covid-19

Im ersten Einzelbeitrag bilden manifestierte und neue Ungleichheiten den Ausgangspunkt für die Beschreibung der Lage der Weltgesundheit. Covid-19 akzentuiert jene und führt gleichzeitig zu Veränderungen von Instrumenten der globalen Gesundheitspolitik, der Rolle resilienter Gesundheitssysteme und der globalen Gesundheitsakteure in dem Feld.

 
Globale Finanzierungsinstrumente und Spendenaufrufe zur Bewältigung von Covid-19
 
Der zweite Einzelbeitrag widmet sich den globalen Finanzierungsinstrumenten und -Programmen wie auch den Spendenaufrufen zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie aus einer Gesundheitsperspektive. Dabei wird unterschieden zwischen der Neuheit, Langfristigkeit und dem Zweck der Mechanismen und Spendenaufrufe, um gegebenenfalls Lücken und Schwächen in der gesundheitsrelevanten Finanzierung aufzuzeigen.
 
Wandel der Rolle der Europäischen Union in der globalen Gesundheitspolitik durch Covid-19
 
Der letzte Beitrag zeigt am Beispiel der EU auf, welche Veränderungen sich auf dem internationalen Parkett mit Blick auf die Covid-19-Pandemie erkennen lassen. Hier sind nicht nur politische Maßnahmen in globaler Gesundheit, sondern auch die Wahrnehmung der EU als globale Gesundheitsakteurin ausschlaggebend.
Themenfelder
  • Globale Gesundheit   

Beteiligte

Maike Voss
Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)
Isabell Kump
Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)
Susan Bergner
Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)
09:30 - 11:00Fachforum

Gesundheitsförderung und Prävention in der Lebenswelt Hochschule

Gesundheitsförderliche Lebenswelten gestalten II

Die Zeit an einer Hochschule ist für Studierende eine Phase mit vielen Herausforderungen, die zu gesundheitlichen Belastungen führen können. Zusammen mit Ihren Projektpartner*innen engagiert sich die BARMER in der Lebenswelt Hochschule, um die Funktionsträger*innen sowie die Studierenden dabei zu unterstützen, gesundheitliche Belastungen während des Studiums zu vermeiden oder diese rechtzeitig zu erkennen. Ein weiteres Ziel ist es, die Studierenden als zukünftige Führungskräfte für das Thema Gesundheitsförderung zu sensibilisieren.


Die Bedeutung der Gesundheitsförderung für Studierende wird von den Hochschulen zunehmend erkannt und das Interesse an Strategien für einen Einstieg in das Thema und an konkreter Unterstützung steigt. Mit der Vorstellung von drei Projekten soll gezeigt werden, wie ein Einstieg in das Thema gelingen kann und erste Umsetzungsschritte aussehen können.

In drei Impulsvorträgen sollen die Projekte
• Dein Masterplan – Maßnahmen zur Förderung des studentischen Gesundheitsmanagements
• eCHECKUP – Prävention des riskanten Alkoholkonsums bei Studierenden
• und das Modellvorhaben „Healthy Campus Mainz – gesund studieren“
kurz vorgestellt werden.

Im zweiten Teil des Fachforums bietet sich die Gelegenheit mit den Referent*innen die verschiedenen Ansätze zu diskutieren. Ziel der Veranstaltung ist die Vorstellung von Projekt- oder Forschungsergebnissen, Präventionsansätzen ggf. auch unter dem Blickwinkel der SARS-CoV2-Pandemie.

Dein Masterplan - Maßnahmen zur Förderung des studentischen Gesundheitsmanagements

Das Präventionsprojekt „Dein Masterplan“ hat das Ziel, die Gesundheit von Studierenden in der Lebenswelt Hochschule nachhaltig zu fördern. Aktuell stehen mit dem Gesundheitsmonitoring und dem Gesundheitsportal zwei Instrumente zur Unterstützung eines studentischen Gesundheitsmanagements zur Verfügung. Die Implementation der beiden Instrumente an den Hochschulen wird durch die Projektpartner von „Dein Masterplan“ intensiv begleitet, wodurch der Aufwand für die Hochschulen minimal gehalten wird.

eCHECKUP – Prävention des riskanten Alkoholkonsums bei Studierenden

eCHECKUP-Alkohol ist ein Projekt zur Prävention des riskanten Alkoholkonsums bei Studierenden. Es wird derzeit an Hochschulen in Deutschland implementiert und setzt sich im Wesentlichen aus zwei Präventionsangeboten zusammen, dem Onlineprogramm eCHECKUP TO GO-Alkohol und der (digitalen) Qualifizierung von studentischen Peer-Berater*innen. Die Implementierungen richten sich nach den Gegebenheiten an den kooperierenden Hochschulen und der jeweiligen (virtuellen) Lebenswelt der Studierenden.

Modellvorhaben „Healthy Campus Mainz – gesund studieren"

Auf Grundlage des Präventionsgesetzes (§ 20g SGB V) wurde das Modellvorhaben als Kooperation zwischen der Johannes Gutenberg-Universität und der BARMER 2018 mit einer Gesamtlaufzeit von fünf Jahren ins Leben gerufen. Im Sommer 2020 erfolgte eine zusätzliche COVID-19 Befragung aller Studierenden der JGU auf deren Ergebnisse wir eingehen. Aktuell befindet sich das Projekt in der Planung sowie ersten Umsetzung von Maßnahmen. Erste Publikationen sind bereits veröffentlicht oder eingereicht worden.

Themenfelder
  • Gesundheit studieren – gesund studieren   

Beteiligte

Claudia Tobis
BARMER
Svenja Hohbach
BARMER
Vera Aenis
delphi GmbH
Martin Reemts
Minax GmbH & Co. KG
Michael Braun
Hochschule Esslingen
Maja Reuter
Hochschule Esslingen
Lina Marie Mülder
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Dr. Antonia Werner
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
09:30 - 11:00Seminar

Digitales Lernen in den Frühen Hilfen

Persönliche Kompetenzen entwickeln

(1) Wegen der Ausbreitung des Coronavirus können nicht nur viele Angebote für Familien nicht stattfinden, sondern auch Fort- und Weiterbildungen für Fachkräfte. Prozesse zur Digitalisierung und Online-Angebote wurden beschleunigt, um auch weiterhin Fachkräfte zu qualifizieren. Anderenorts sind vorhandene Fortbildungen umgestellt worden, so dass sie sowohl in Präsenz als auch über Online funktionieren können. (2) Als Beispiele entsprechender Online-Angebote soll die „Lernplattform Frühe Hilfen“ sowie das Angebot des Landesjugendamtes Rheinland-Pfalz vorgestellt werden. Zur Lernplattform Frühe Hilfen sollen einerseits die Funktionen der Plattform erläutert werden, die das Erlernen der angebotenen Inhalte unterstützten. Weiterhin wird das Konzept der Verknüpfung des Online-Angebots mit bestehenden Kursangeboten erläutert werden. Das Angebot des Landesjugendamtes Rheinland-Pfalz zeigt, wie ein laufender Kurs für Familienhebammen / Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegende auf ein digitales Format umgestellt worden ist. Dadurch konnte es den Teilnehmenden ermöglicht werden in der geplanten Zeit ihre Qualifikation abzuschließen und das Zertifikat zu erwerben. (3) Die bisherigen Entwicklungen der Angebote zeigen, dass das Lernen in den Frühen Hilfen durch Online-Formate unterstützt werden kann. (4) Die Annahmen bei der Entwicklung der Lernplattform und die Erfahrungen, die bei der Umstellung der Kurse für Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegenden gemacht wruden, werden mit den Forumsteilnehmenden diskutiert. Dabei sollen insbesondere eigene Erfahrungen der Forumsteilnehmenden einfließen.

Die Lernplatform Frühe Hilfen

Vorstellung der Erfahrungen in Konzeption und Umsetzung.

Online Weiterbildung für Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegende

Aufgrund des pandemiebedingten Verbots von Veranstaltungen wurde im Fruehsommer 2020 daran gearbeitet, Module eines laufenden Kurses zur Weiterbildung fuer Hebammen und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-innen auf ein digitales Format umzustellen. Auf diese Weise konnten die Teilnehmerinnen in der geplanten Zeit ihre Qualifikation abschliessen und im Herbst das Zertifikat erwerben.

Themenfelder
  • Frühe Hilfen   

Beteiligte

Till Hoffmann
Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Anne Timm
Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Andrea Michel
Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung
09:30 - 11:00Fachforum

Finanzierungs- oder Strukturreform? – Aktuelle Gerechtigkeitsdebatten um die Langzeitpflege

Gesundheitsdienste neu orientieren I

Die Kosten für die vollstationäre Pflege steigen und stellen Pflegebedürftige, ihre Familien und die kommunalen Haushalte vor große Herausforderungen. Die personelle Unterausstattung in der vollstationären Versorgung stellt Selbstbestimmungs- und Teilhabemöglichkeiten der Pflegebedürftigen in Frage und geht mit einer hohen Belastung der Pflegenden einher. Struktur und Finanzierung der Pflegeversicherung sind daher von großer Bedeutung für die ökonomische, soziale und gesundheitliche Situation sowohl pflegebedürftiger Menschen als auch Pflegender.
Das Fachforum geht anhand von drei Beiträgen der Frage nach, wie eine qualitativ hochwertige Langzeitpflege sowie Selbstbestimmungs- und Teilhabemöglichkeiten pflegebedürftiger Personen gesichert, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von privat und beruflich Pflegenden verbessert und Pflegearbeit gesellschaftlich hinreichend finanziert werden können.

Aktuelle Vorschläge für eine Reform der Pflegeversicherung und Gerechtigkeitsaspekte

Prof. Dr. Heinz Rothgang (Universität Bremen) erklärt aktuelle Vorschläge für eine Reform der Pflegeversicherung und bewertet diese u.a. hinsichtlich einer Verschärfung oder Minderung sozialer Ungleichheiten.

Private und berufliche Pflege am Limit – Reformvorschläge zur Pflegeversicherung und zur Anerkennung von Pflegearbeit

Prof. Dr. Diana Auth beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Reformvorschläge aus der Perspektive derjenigen, die Pflegearbeit beruflich oder privat leisten.   

Selbstbestimmungs- und Teilhabemöglichkeiten Pflegebedürftiger in der Pflegeversicherung

Dr. Michael Zander (Hochschule Magdeburg-Stendal) geht der Frage nach, inwieweit vorliegende Reformvorschläge geeignet sind, die Selbstbestimmungsrechte Pflegebedürftiger zu erweitern oder (weiter) zu beschränken.

Themenfelder
  • Ältere Menschen   

Beteiligte

Katrin Falk
Institut für Gerontologische Forschung e.V.
Prof.in Dr.in Susanne Kümpers
Hochschule Fulda
Prof. Dr. Heinz Rothgang
Universität Bremen
Prof.in Dr.in Diana Auth
Fachhochschule Bielefeld
Dr. Michael Zander
Hochschule Magdeburg-Stendal
09:30 - 11:00Seminar

Zugang zu Gesundheitsversorgung in der Krise. Gesundheitszustand und Versorgungssituation vulnerabler Menschen in Deutschland

Gesundheitsdienste neu orientieren II

Hintergrund: Die Bundesregierung hat sich international verpflichtet, die notwendigen Gesundheitsdienste für alle in Deutschland lebenden Menschen diskriminierungsfrei zugänglich zu machen und Benachteiligte nach dem Prinzip „leave no one behind“ vorrangig zu berücksichtigen. Laut Mikrozensus leben in Deutschland 61.000 Menschen ohne eine Krankenversicherung. Erfasst werden dabei jedoch nur Menschen, die offiziell gemeldet sind und in einem Privathaushalt leben. Weder Wohnungslose noch Menschen ohne Aufenthaltsstatus werden erfasst. Auch fehlen diejenigen, die z.B. wegen Beitragsschulden, als Asylsuchende oder EU-Bürger*innen nur Anspruch auf eingeschränkte Leistungen haben.

Projektbeschreibung: Die Corona-Krise trifft diese Personengruppen besonders hart. Viele haben keine Möglichkeit sich in Quarantäne zu begeben und keinen Anspruch auf Tests und Behandlung. Sie sind besonders vom wirtschaftlichen Einbruch und Reisebeschränkungen betroffen. Wenn das Gesundheitssystem an seine Grenzen stößt, bleiben ihre medizinischen Bedarfe erst recht ungedeckt.

Schlussfolgerung: Die Corona-Krise offenbart in aller Schärfe die Lücken in der Versorgung, auf die humanitäre Organisationen und Wohlfahrtsverbände seit Langem hinweisen.

Diskussionsbeitrag: Die niedrigschwelligen Angebote waren und sind bemüht, auch während der Krise eine Grundversorgung sicherzustellen. Die besonderen Schwierigkeiten, mit denen sie konfrontiert waren - Schutzmaterialien mussten individuell organisiert werden, viele ältere Ehrenamtliche fielen aus – zeigen auch die Grenzen zivilgesellschaftlichen Engagements und die Notwendigkeit struktureller Maßnahmen, um der staatlichen Pflicht gerecht zu werden.

Menschen ohne Zugang zu medizinischen Versorgungsstrukturen. Vorstellung einzelner Personengruppen anhand von Fallbeispielen aus der Beratung in der Medizinischen Ambulanz ohne Grenzen, Mainz.

Menschen ohne Krankenversicherung sind keine homogene Gruppe. Die Hintergründe des mangelnden Versicherungsschutzes und damit einhergehende Ansprüche und Zugangsmöglichkeiten in das Regelsystem sind vielfältig und komplex. Anhand von konkreten, anonymisierten Falldarstellungen werden die unterschiedlichen Personengruppen, ihre rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen und die Auswirkungen der Corona-Krise dargestellt.

Ärzte der Welt Gesundheitsreport 2020: Analyseergebnisse aus der ambulanten Versorgung von Menschen mit keinem oder einem erschwerten Zugang zum deutschen Regelsystem

Der Gesundheitsreport zeigt eine wissenschaftliche Auswertung von Daten der Patient*innen, die während der Sprechstunden in den Anlaufstellen in München, Hamburg und Berlin erhoben wurden. Diese Daten geben einen Überblick über Soziodemografie, Lebensumstände, erlebte Barrieren und den Gesundheitszustand der befragten Patient*innen.

Ohne Wohnung und krank – Gesundheitliche Versorgung von Menschen in einem Wohnungsnotfall

Menschen, die in Sammelunterkünften untergebracht oder von Wohnungsverlust bedroht sind, in prekären Mitwohnverhältnissen oder ganz ohne Unterkunft auf der Straße leben, sind ohnehin hohen Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Corona verschärft ihre Situation erheblich: Sie können Abstands- und Hygienevorgaben nur schwer einhalten und erleben Ausgrenzung im Gesundheitssystem. Die BAG Wohnungslosigkeit fordert daher die Umsetzung des Rechts auf Gesundheit für alle. Empfehlungen zur Umsetzung werden vorgestellt.

Themenfelder
  • Gesundheitspolitik   

Beteiligte

Dr.in Johanna Offe
Ärzte der Welt e. V.
Nele Kleinehanding
Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.
Janina Gach
Ärzte der Welt e. V.
Sabine Bösing
Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V.
09:30 - 11:00Seminar

Vulnerable Beschäftigtengruppen

DGPH-Jahrestagung I

Merkmale prekärer Beschäftigung unter Berücksichtigung von Covid-19

Belastungen von Beschäftigten in privaten Haushalten

Menschen mit erhöhtem Risiko für vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben – Früherkennen, Wirksam intervenieren: der §14 SGB VI

Menschen in Schichtarbeit

Rechtliche Rahmenbedingungen für Arbeit und Gesundheit in der Normalität und unter SARS CoV-2

Fünf Kleingruppenworkshops

Themenfelder
  • Gesundheit in der Arbeitswelt   

Beteiligte

Prof.in Dr.in Gudrun Faller
Hochschule für Gesundheit
Prof.in Dr.in Eva-Maria Bitzer
Pädagogische Hochschule Freiburg
Laura Geiger
Hochschule für Gesundheit Bochum
Simone Flaig
PH Freiburg
Michael Köhler
Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Prof. Dr. Thomas Altenhöner
Fachhochschule Bielefeld
Prof. Dr. Ralf Pieper
Bergische Universität Wuppertal
09:30 - 11:00Fachforum

„Wir tragen deine Arbeit fort“ – Fachsymposium zum Themenbereich gesundheitliche Ungleichheit in Gedenken an Thomas Lampert

Gesundheitsbezogene Gemeinschaftsaktionen

Die Veranstaltung wird ausgerichtet von:
Robert-Koch-Institut, Gesundheit Berlin-Brandenburg (Kongress Armut und Gesundheit und Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit), die Fachgesellschaft(en) Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi), Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Deutsche Gesellschaft für Public Health (DGPH)

 

Thomas Lampert als Hoffnungsträger, Prof. Dr. Bärbel-Maria Kurth, ehemals Robert Koch-Institut

Thomas Lampert als Wissenschaftler, Dr. Andreas Mielck, Helmholtz Zentrum München

 

Gesprächsrunde mit:

Dr. Benjamin Kuntz, Robert Koch-Institut

Dr. Claudia Hövener, Robert Koch-Institut

Dr. Thomas Ziese, Robert Koch-Institut

 

Das Wirken von Thomas Lampert, entlang von Videomitschnitten und Fotos

 

Kommentierungen:

Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Paritätischer Gesamtverband (angefragt)

Prof. Dr. Dagmar Starke, Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen

Prof. Dr. Nico Dragano, Institut für Medizinische Soziologie Düsseldorf, für Fachgesellschaften in denen Thomas Lampert engagiert war

Moderation: Prof. Dr. Gesine Bär, Alice Salomon Hochschule

Themenfelder
  • Soziale Determinanten

Beteiligte

Prof.in Dr.in Bärbel-Maria Kurth
Dr. Andreas Mielck
Helmholtz Zentrum München (bis Ende 2020)
Dr.in Claudia Hövener
Robert Koch-Institut (RKI)
Dr. Benjamin Kuntz
Robert Koch-Institut (RKI)
Prof. Dr. Rolf Rosenbrock
Der Paritätische Gesamtverband e.V.
Prof.in Dr.in Dagmar Starke
Akademie für öffentliches Gesundheitswesen
Prof.in Dr.in Gesine Bär
Alice Salomon Hochschule Berlin
Dr. Thomas Ziese
Robert Koch-Institut
Prof. Dr. Nico Dragano
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
11:00 - 11:15

Pause

11:15 - 12:45Fachforum

Eine Public Health-Strategie für Deutschland: Chancen und Handlungsmöglichkeiten zur Bundestagswahl

Gesundheitsfördernde Gesamtpolitik II

Die Corona-Pandemie zeigt eindrücklich, wie eng verwoben globale Gesundheit und öffentliche Gesundheit vor Ort sind. Mit der Strategie zur Globalen Gesundheit hat die Bundesregierung im Sommer 2020 ein Konzept vorgelegt, wie sich Deutschland in die Verbesserung der Gesundheit weltweit einbringen will. Diese mit Wissenschaft und Zivilgesellschaft abgestimmte Strategie ist eine solide Grundlage für das multilaterale gesundheitspolitische Engagement in den nächsten Jahren. Für Deutschland selbst fehlt jedoch ein solches Konzept. Wir möchten mit den gesundheitspolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Bundestagsfraktionen darüber ins Gespräch kommen, wie Public Health auch „zuhause“ in Deutschland gestärkt werden kann und welche Rolle eine Public-Health-Strategie dabei spielt. Im Gespräch soll auch das Strategiepapier des Zukunftsforums Public Health vorgestellt und diskutiert werden. Die Veranstaltung findet in Kooperation zwischen dem Kongress Armut und Gesundheit und dem Zukunftsforum Public Health statt.

Podiumsdiskussion

Kirsten Kappert-Gonther (Bündnis 90/Die Grünen)

Hilde Mattheis (SPD)

Andrew Ullmann (FDP)

Harald Weinberg (Die Linke)

Hajo Zeeb (ZfPH)

Moderation: Maike Voss (SWP)

Themenfelder
  • Gesundheitspolitik   

Beteiligte

Dr.in Svenja Matusall
Zukunftsforum Public Health
Maike Voss
Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)
Prof. Dr. Hajo Zeeb
Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS GmbH
Harald Weinberg, MdB - nur Speaker
DIE LINKE-Bundestagsfraktion
Kirsten Kappert-Gonter MdB - nur Speaker
Bündnis 90/Die Grünen
Andrew Ullmann MdB - nur Speaker
FDP
Hilde Mattheis MdB - nur Speaker
SPD
11:15 - 12:45Fachforum

Soziale Ungleichheit und COVID-19 – Verstärkt die Pandemie die gesundheitliche Ungleichheit?

Gesundheitsfördernde Gesamtpolitik I

Hintergrund: Daten aus Großbritannien und den USA zeigen, dass sozial Benachteiligte ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und schwere Verläufe einer COVID-19-Erkrankung haben. Auch die ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens können gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Folgen haben, die sozial benachteiligte Gruppen besonders stark treffen könnten.
Methode: In dem Fachforum werden aktuelle Studien und eigene empirische Arbeiten zu sozialen Ungleichheiten in der COVID-19-Pandemie zusammengetragen und vorgestellt. Dabei wird der Fokus auch darauf gerichtet, ob sich in Deutschland ähnliche Befunde wie in anderen Ländern zeigen. Mit den Teilnehmenden soll diskutiert werden, welche Folgen die Pandemie für die gesundheitliche Ungleichheit hat und welche Ansatzpunkte sich für Prävention und Gesundheitsförderung identifizieren lassen.
Ergebnisse: Auch in Deutschland sind soziale Ungleichheiten im COVID-19-Geschehen und den Pandemiefolgen zu erkennen und teilweise noch im weiteren Verlauf der Pandemie zu erwarten. Vermuten lässt sich, dass diese Ungleichheiten durch ungleiche Lebens- und Arbeitsbedingungen, die soziale Ungleichverteilung von Vorerkrankungen und die prekäre Lage sozial Benachteiligter am Arbeitsmarkt bedingt sind.
Diskussionsbeitrag: Die COVID-19-Pandemie hat das Potenzial, soziale und gesundheitliche Ungleichheiten zu verstärken. Die Diskussion mit Beteiligten aus Wissenschaft, Praxis und Politik kann helfen, gesundheits- und sozialpolitische Maßnahmen unter Berücksichtigung gesundheitlicher Chancengerechtigkeit weiterzuentwickeln, um einer Verschärfung gesundheitlicher Ungleichheiten entgegenzuwirken.

Sozioökonomische Ungleichheit und COVID-19: Forschungsstand und aktuelle Daten für Deutschland

Es werden die Ergebnisse eines Scoping Reviews des internationalen Forschungsstands zu soziökonomischen Ungleichheiten im COVID-19-Geschehen vorgestellt. Die internationalen Erkenntnisse werden ergänzt durch Ergebnisse bundesweiter Analysen der COVID-19-Meldedaten des Robert Koch-Instituts mit einem Index regionaler sozioökonomischer Deprivation. Die Befunde zur sozioökonomischen Ungleichheit im Infektionsrisiko in Deutschland werden vor dem Hintergrund internationaler Ergebnisse diskutiert.

Ungleiches Infektionsrisiko: Zur Bedeutung der Arbeitswelt in der COVID-19-Pandemie

Der Beitrag präsentiert erste Analysen zum regionalen Zusammenhang zwischen Infektionsgeschehen und Indikatoren zur Beschäftigung und Erwerbstätigkeit. Datenbasis sind die COVID-19-Meldedaten des RKI für 401 Landkreise und kreisfreie Städte und regionale Indikatoren des Bundesinstituts für Raumforschung (INKAR). Neben kumulativen Inzidenzen werden auch Ausbreitungsgeschehen sowie mögliche Unterschiede nach Phasen der Pandemie (z.B. vor und nach Inkrafttreten von Schutzmaßnahmen) betrachtet.

Auswirkungen der Infektionsschutzmaßnahmen auf die soziale und gesundheitliche Lage prekär Beschäftigter

Ersten Studien zu Folge wirkten sich die im Zuge der COVID-19-Pandemie getroffenen Infektionsschutzmaßnahmen insbesondere auf die soziale Lage prekär Beschäftigter aus. Der vorliegende Vortrag stellt die bislang dazu vorliegende Evidenz vor und diskutiert mögliche Gesundheitsfolgen für prekär Beschäftigte wie auch sozial- und gesundheitspolitische Interventionsmaßnahmen.

Gesundheitliche Ungleichheit in der Corona-Krise: Erkenntnisse aus der SOEP-CoV-Studie

Es werden Ergebnisse des SOEP-CoV-Projekts vorgestellt, in dem Teile des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zwischen April und Juli 2020 zu ihrer Lebenssituation in der Corona-Krise befragt wurden. Das Längsschnittkonzept des SOEP erlaubt Vergleiche der Antworten in der Pandemiephase mit den Antworten aus den Vorjahren. Der Vortrag beleuchtet Aspekte gesundheitlicher Ungleichheit, insb. Unterschiede im Gesundheitsverhalten (z.B. Sport, Rauchen) zwischen sozioökonomischen Statusgruppen.

Themenfelder
  • Soziale Determinanten

Beteiligte

Dr. Jens Hoebel
Robert Koch-Institut (RKI)
Dr.in Claudia Hövener
Robert Koch-Institut (RKI)
Dr. Benjamin Wachtler
Robert Koch-Institut (RKI)
PD Dr. Morten Wahrendorf
Universitätsklinikum Düsseldorf
PD Dr. Timo-Kolja Pförtner
Universität zu Köln
Dr. Simon Kühne
Universität Bielefeld
11:15 - 12:45Seminar

Initiative: „Bewegt studieren - Studieren bewegt! 2.0“

Gesundheitsförderliche Lebenswelten gestalten I

Im Rahmen der gemeinsamen Initiative: "Bewegt studieren - Studieren bewegt!" des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (adh) und der Techniker Krankenkasse (TK) werden seit Oktober 2017 Projekte zur Bewegungsförderung von Studierenden an adh-Mitgliedshochschulen umgesetzt. Aufgrund der erfolgreichen ersten Initiative ging diese Ende 2019 in die zweite Runde.

Im Learning Café werden nach einer Vorstellung der Initiative 2.0 vier unterschiedliche Projekte, jeweils 10 Minuten vorgestellt. Es werden sich zwei Projekte vorstellen, die bereits in der ersten Initiative dabei waren und neben der aktuellen Projektplanung auch von ihrer bisherigen Projekterfahrung berichten können. Darüber hinaus werden zwei adh-Mitgliedshochschulen dabei sein, die neu hinzugekommen sind und ihre innovative Projektidee/-planung vorstellen.

Der adh und die TK sind bestrebt, den Austausch und den Wissenstransfer zu ermöglichen und zu fördern. Durch die Inputs der Projektverantwortlichen erhalten die Teilnehmer/-innen der Learning Cafés einen Überblick über aktuelle Projekte zur Bewegungsförderung von Studierenden. Damit gewähren die jeweiligen Hochschulvertreter/-innen Einblicke in die Ausgestaltung der Projekte und des gesundheitsfördernden Settings Hochschule. Das Learning Café soll ebenfalls zur Vernetzung und zum Austausch unter den teilnehmenden Hochschulen beitragen und Impulse und Denkanstöße für die hochschuleigenen Prozesse geben.

Digital Active Break (DAB) der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Digital Active Break (DAB) ist das kostenlose digitale Pausenprogramm für Studierende und Beschäftigte der FSU Jena. Egal ob Hörsaal, Seminarraum, Klausurtagung oder Homeoffice: Für jede Pausendauer und Motivation ist etwas DABei! Die Pausen sind zwischen einer und 30 Minuten lang und bieten die Möglichkeit zur Aktivierung, Entspannung und Konzentration. Neben LIVE und Video-on-Demand Kursen stehen weitere Formate wie z.B. Online-Games, PDF Workouts oder aktivierende PPT zur Verfügung. DABei?

Leibniz Universität Hannover „All inklusive - das Buddy Projekt für einen inklusiven SportCAMPUS“

Das Zentrum für Hochschulsport der Uni Hannover bietet allen Hochschulangehörigen ein vielfältiges Sportangebot. Für Personen mit Beeinträchtigungen, die z.B. an einigen nicht barrierefreien Sportstätten auf dem Campus Unterstützung benötigen oder für eine Kursteilnahme zusätzliche Hilfestellung wünschen, entstand die Idee, Tandems aus Studierenden und Beschäftigten zu bilden. Dieses Buddyprojekt fördert die Teilnahme am Sportprogramm und unterstützt das soziale Miteinander. Der Grundgedanke wird auch in dem Projekt „Studifit – Fitfortwo“ der Initiative 2.0 aufgenommen und weiterentwickelt.

„be part – take part“ der FH Münster

Studien zeigen, dass sich Studierende (zu) wenig bewegen. Erwiesene gesundheitliche Einbußen durch Bewegungsmangel und im Studierendenalltag häufig vorkommende hohe Sitzzeiten erfordern dringend bewegungsförderliche Maßnahmen. Das Projekt „be part – take part“ setzt hierzu an der Umgebung an. Gemeinsam mit Studierenden werden Struktur- und Prozessmerkmale der Lehr-Lernorte erfasst, diskutiert und von Studierenden präferierte Ansätze zur bewegungsförderlichen Gestaltung entwickelt.

"Beweg dein CORE!"

Das Projekt Beweg Dein CORE! hat das Ziel, bedarfsorientierte Bewegungsangebote von Studierenden für Studierende zu entwickeln und durchzuführen. Entwickelt werden die Maßnahmen im Rahmen des hochschuldidaktischen Lehr- und Lernmodells CORE (Competence Oriented Research and Education)

Themenfelder
  • Gesundheit studieren – gesund studieren   

Beteiligte

Felicitas Horstmann
Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband
Sven Jaekel
FRIEDRICH-SCHILLER-UNIVERSITÄT JENA I Institut für Sportwissenschaft
Franka Denecke
Leibniz Universität Hannover, Zentrum für Hochschulsport
Kevin Kitsch
Leibniz Universität Hannover
Verena Schindelhauer
Fachhochschule Münster
Prof.in Dr.in Monika Lohkamp
11:15 - 12:45Fachforum

Die Tragödie der Verschickungskinder – Aufarbeitung durch Citizen Science

Gesundheitsförderliche Lebenswelten gestalten II

(1) Hintergrund/Fragestellung
Zwischen 1948 und den 1980-ern wurden mehr als 8 Millionen Kinder im Alter zwischen 2-14 Jahren in der BRD auf Kinderkuren verschickt und erlitten dort vielfach Misshandlungen, u.a. Esszwang, Toilettenverbot, körperliche Strafen, Demütigungen und Erniedrigungen. Erst vor kurzem haben Betroffene begonnen, dieses Unrecht aufzuarbeiten. www.verschickungsheime.de

(2) Projektbeschreibung/Methode
Ab Mitte 2019 hat die Initiative aktiv die Kooperation mit der Wissenschaft gesucht. Ziel des Citizen Science Vorhabens ist Aufdeckung und Analyse gesellschaftlicher Ursachen und institutioneller Hintergründe für das Phänomen der Kinderkurverschickungen in der alten BRD mit Fokus auf die institutionelle Gewalt und ihre Folgen. Die konsequent partizipativ angelegte Forschung ermöglicht Betroffenen, ihre eigene Geschichte und das erlittene Leid auch als kollektive Widerfahrnisse zu bearbeiten und biografisch einzuordnen. Das Projekt wird dazu beitragen, neue Kenntnisse zu Entstehungsbedingungen und Folgen institutioneller Gewalt gegen Kinder zu generieren und den Schutz von Kindern zu fördern.

(3) Schlussfolgerung/Ergebnisse
Der Ansatz ist ein Beispiel für die selbstbestimmte Aufarbeitung von gesellschaftlichen Problemstellungen durch die Betroffenen. In forschungsmethodologischer Hinsicht trägt das Projekt zu den Herausforderungen und zur Gestaltung von Bürger*innenforschung zu Forschungsthemen mit Bezügen zu eigenen biografischen Erfahrungen bei.

(4) Diskussionsbeitrag/Lessons Learned.
Das Projekt kann das Bewusstsein für Kinderschutz und die Gefahr institutioneller Gewalt schärfen und zum Empowerment der Initiative Verschickungskinder beitragen.

 

Gesellschaftliche und politische Kontexte der Kinderverschickung

Durch die Dokumentenanalysen werden systematische Befunde und theoretische Konzepte zu den strukturellen Zusammenhängen von gesellschaftlichen, gesundheits- und fürsorgepolitischen Rahmenbedingungen der Kurverschickung und der Begünstigung und Legitimierung institutioneller Gewaltverhältnisse in den Kinderkurkliniken und -heimen erzielt.

Kollektive biografische Muster und Bewältigungsstrategien

Welche kollektiven biografischen Muster der Erinnerung und der Konsequenzen der Ver-schickungserfahrungen rekonstruieren die Betroffenen in ihren individuellen Erzählungen der Widerfahrnisse und Schilderungen von Bewältigungsstrategien für die Zeit ihres Aufwachsens in den Phasen der Kindheit und der Adoleszenz sowie als Erwachsene?

Die Kurklinik als kinderfeindlicher Ort

Dynamiken von Kindeswohlgefährdung und Misshandlungen im alltagspraktischen Umgang mit Kindern in westdeutschen Kinderkureinrichtungen durch Angehörige erziehender, betreuender und medizinischer Berufe in exemplarisch ausgewählten Einrichtungen.
Welche Haltungen, Handlungen, Verstrickungen und Strategien der in den Verschickungsheimen tätigen Erwachsenen lassen sich aus den Erinnerungen der ehemaligen Verschickungskinder sowie auskunftsbereiter ehemaliger Mitarbeitender ableiten?

Die Entstehung der Initiative Verschickungskinder

Die Initiative Verschickungskinder entstand bottom-up durch den Austausch und die Vernetzung der Betroffenen. Der Dialog mit der Politik zur Anerkennung des erlittenen Leids und zur Finanzierung der Aufarbeitung ist noch in vollem Gange. Die Initiatorin Anja Röhl berichtet aus erster Hand, wie aus einem individuellen biografischen Trauma eine Bewegung geworden ist und wo diese jetzt steht.

Themenfelder
  • Gesundheitspolitik   

Beteiligte

Prof.in Dr.in Christiane Dienel
Nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung e.V.
Valerie Lenck
Aufarbeitung und Erforschung von Kinder-Verschickungen e.V.
Prof. Dr. Marc Thielen
Leibniz Universität Hannover
Prof.in Dr.in Anke Spies
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Prof.in Dr.in Birgit Behrensen
Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
Anja Röhl
Aufarbeitung und Erforschung von Kinder-Verschickungen e.V.
11:15 - 12:45Seminar

Partizipation verändert! Praktische Erfahrungen mit der kooperativen Planung

Gesundheitsbezogene Gemeinschaftsaktionen

Hintergrund/Fragestellung
Die aus der Sportwissenschaft stammende Methode der kooperativen Planung sichert Beteiligung von vulnerablen Zielgruppen in kommunalen Veränderungsprozessen, durch die Integration in sämtliche Schritte der Maßnahmenplanung und -umsetzung als Mitarbeitende und Mitverantwortliche. So werden in jeder Phase des Veränderungsprozesses - von der Bedarfsklärung über die Maßnahmenplanung bis hin zur Evaluation – Basisexpert*innen und Verantwortungsträger*innen mit der Lebensweltexpertise von Betroffenen konfrontiert und bedürfnisgerechte Lösungen entwickelt.
Projektbeschreibung/Methode
Im Rahmen dieses Fachforums soll der Mehrwert der kooperativen Planung, aber auch Herausforderungen, aufgezeigt werden. Zunächst wird die Methode der kooperativen Planung mit ihren Besonderheiten vorgestellt und dann anhand praktischer Anwendungsbeispiele aus der Gesundheitsförderung, der Arbeitsmarktpolitik und der Inklusionsarbeit veranschaulicht.
Schlussfolgerung/Ergebnisse
Die Praxisbeispiele zeigen Anpassungen beim Methodentransfer bzw. bei der Umsetzung in unterschiedlichen Themenfeldern auf. Sie gehen insbesondere auf Herausforderungen, aber auch wichtige Lerneffekte, bei der Methodenanwendung ein.
Diskussionsbeitrag/Lessons Learned
Kooperative Planung liefert eine handhabbare, zugleich nicht konfliktfreie, Methode zur Umsetzung von Partizipation, die themenfeldübergreifend in der Gesundheitsförderung, Sozialpolitik und Inklusion angewendet wird.

Modellprojekt „Kommune Inklusiv“ der Aktion Mensch e.V. – Inklusion in Kommunen umsetzen

Eine von vier Gelingensbedingung bei Kommune Inklusiv ist Partizipation. In der Projektumsetzung zeigte sich, dass in den Kommunen zwar eine große Bereitschaft, allerdings wenig Methodenkompetenz für Beteiligung vorhanden war. Mit der Implementierung der kooperativen Planung in die Arbeit der Modellstandorte leistet Aktion Mensch einen wichtigen Beitrag zur Kompetenzentwicklung in der Inklusionspraxis. Der Vortrag diskutiert Chancen und Herausforderungen dieser Implementierung.

"Stark durch Bewegung" – Nachhaltige Bewegungsförderung mittels kooperativer Planung

Das Projekt der Stadt Augsburg zielt auf die Bewegungsförderung mit Frauen in schwierigen Lebenslagen. Auf Basis einer initialen Bedarfsanalyse werden in einem partizipativen Prozess geeignete Maßnahmen entwickelt sowie von kompetenten Partnern umgesetzt und evaluiert. Für die nachhaltige Verankerung des Projekts in Augsburg spielen die frühzeitige Einbindung ressortübergreifender Partner aus Politik, Wissenschaft und Praxis eine entscheidende Rolle.

Kommunalpolitischer Partizipationsprozess zur Verbesserung der Lebenssituation von Langzeitarbeitslosen in Erlangen

Im Zuge des aktuellen Sozialberichts wurde in 2016 das Problemfeld der Langzeitarbeitslosigkeit in Erlangen mit der kooperativen Planung auf politischem Wunsch partizipativ bearbeitet. Dank der Annäherung & des Austausches zwischen Zielgruppe, Entscheidungsträger*innen & operativer Expert*innen konnten grundsätzliche strukturelle & strategische Änderungen in der lokalen Arbeitsmarktpolitik erzielt werden. Chancen & Herausforderungen partizipativer Arbeitsmethoden werden in dem Beitrag diskutiert.

Themenfelder
  • Partizipation   

Beteiligte

Zsuzsanna Majzik
matrix GmbH & Co. KG
Dr.in Annika Frahsa
Eberhard Karls Universität Tübingen
Andrea Wolff
Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e.V. (LZG)
Carolina Zibell
Aktion Mensch e.V.
Wolfgang Niclas
DGB Erlangen/ER Höchstadt
Ursula Böhme
Christina Rogler
Uni Augsburg
Kathrin Dollmann
Sarah Zimmermann
Stadt Augsburg
11:15 - 12:45Fachforum

Psychische Gesundheit in der Coronavirus-Pandemie

Persönliche Kompetenzen entwickeln

In dem Fachforum sollen Forschungsergebnisse und Praxisbeispiele zumThema psychische Gesundheit in der Coronavirus-Pandemie vorgestellt und diskutiert werden. Psychische Belastungen in der Bevölkerung werden anhand der Ergebnisse der COSMO-Befragung vorgestellt. In einem zweiten Beitrag werden Angebote der BZgA zur Förderung der psychischen Stabilität während der Coronavirus-Pandemie beschrieben. Ein dritter Beitrag widmet sich den psychischen Belastungen von medizinischem und pflegerischem Personal.

Ergebnisse zur Entwicklung der psychischen Gesundheit aus der COSMO-Befragung

Wie hat sich die psychische Belastung der Bevölkerung in Deutschland in der Coronavirus-Pandemie entwickelt? Welche Informationen haben wir zu soziodemographischen Unterschieden / sind die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit sozial ungleich verteilt?

Angebote der BZgA zur Unterstützung psychischer Gesundheit in der Covid-19-Pandemie

Die COVID-19-Pandemie sowie damit verbundene Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens (sog. "Lockdown") haben negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Bevölkerung. Der Beitrag stellt niedrigschwellige und qualitätsgesicherte Angebote der BZgA zur Prävention und Bewältigung von psychischen Belastungen dar und beschreibt die Prozesse, wie Unterstützungsbedarfe erkannt und entsprechende Angebote entwickelt wurden.

Psychische Belastungen des medizinischen Personals in der COVID-19-Pandemie

Mitarbeitende des Gesundheitssystems sind in der COVID-19-Pandemie besonders belastet. Der Beitrag stellt die Ergebnisse eines Reviews von Studien zur psychischen Belastung von medizinischem Personal unter Bedingungen der COVID-19-Pandemie sowie Ergebnisse einer Befragung von niedergelassenen Neurologen und Psychiatern zu deren Erfahrungen und Belastungserleben vor.

Themenfelder
  • Versorgung, Selbsthilfe, Patientinnen und Patienten   

Beteiligte

Dr.in Gabriele Klärs
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Prof.in Dr.in Freia De Bock
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Dr.in Ursula von Rüden
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Dr.in Sabine Horstmann
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Dr. Dr. Jens Bohlken
tbd
11:15 - 12:45Seminar

Systemrelevant? – Perspektiven für die gesellschaftliche Anerkennung von Pflege

Gesundheitsdienste neu orientieren I

In der SARS-CoV-2-Pandemie findet die Systemrelevanz pflegerischer Arbeit rhetorisch weithin Anerkennung. Die Frage der Verantwortung für deren praktische Anerkennung und materielle Ausstattung wurde jedoch schnell zum Streitfall. Auch die Ökonomisierung des Gesundheitswesens insgesamt wird in Frage gestellt und in Beziehung zu dem wahrgenommenen Mangel an Anerkennung gesellschaftlich notwendiger Reproduktionsarbeit gesetzt. In feministisch gerahmten Debatten um „Sorgearbeit“ kommen wiederum häufig nur die Arbeitenden, nicht aber die auf Pflege und Assistenz angewiesenen Menschen als (politische) Subjekte vor.
Silvia Habekost (Bündnis „Gesundheit statt Profite“), Prof. Dr. Diana Auth (Hochschule Bielefeld), Dr. Michael Zander (Hochschule Magdeburg-Stendal) und Dr. Ellis Huber (Berufsverband der Präventologen e.V.) diskutieren den Stand der gesellschaftlichen Anerkennung von Pflege- und Sorgearbeit, Schritte auf dem Weg zu größerer Anerkennung, Herausforderungen für eine breite Bündnisarbeit von Akteuren der "Care"-Bewegung und Menschen mit Pflege- und/oder Assistenzbedarf sowie Möglichkeiten einer Neuorientierung des Versorgungsgefüges.

Themenfelder
  • Ältere Menschen   

Beteiligte

Katrin Falk
Institut für Gerontologische Forschung e.V.
Prof.in Dr.in Josefine Heusinger
Hochschule Magdeburg-Stendal
Silvia Habekost
Bündnis "Gesundheit statt Profite"
Prof.in Dr.in Diana Auth
Fachhochschule Bielefeld
Dr. Michael Zander
Hochschule Magdeburg-Stendal
Dr. Ellis Huber
Berufsverband der Präventologen e. V.
11:15 - 12:45Fachforum

Migration, Diversität in der Gesundheitsversorgung – Best Practice für die Lehre in Public Health, Medizin und Pflege (DGPH)

DGPH-Jahrestagung I

Das Projekt und die Datenbank „RefuDat“: Wie wird „Migrationshintergrund“ in der Public Health Forschung operationalisiert und wie kann dies in der Lehre berücksichtigt werden?

Interkulturelle Aspekte in der Arzt-Patient-Kommunikation: Konzeption eines Lernmoduls nach den Prinzipien des Blended Learnings

Diversitätssensible Pflege und Forschendes Lernen

Berücksichtigung von Diversitätsaspekten im Medizincurriculum für ein Gesundheitssystem des 21. Jahrhunderts an der Universität Witten/Herdecke

Themenfelder
  • Migration und Flucht   

Beteiligte

Jun.-Prof.in Dr.in Maria Anna Marchwacka
Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar
Prof. Dr. Joachim Kugler
-
Maria Mader
Universität Bielefeld
Lisa Wandschneider
Universität Bielefeld
Judith Wenner
Universtät Bielefeld
Katharina Quaschning
Albert Ludwig University of Freiburg
Prof.in Dr.in Mirjam Körner
Albert Ludwig University of Freiburg
Prof.in Dr.in Dr.in Hürrem Tezcan-Güntekin
Berlin School of Public Health
Prof. Dr. Jan P. Ehlers
Universität Witten/Herdecke
Dr.in Michaela Zupanic
Universität Witten/Herdecke
Dr. Marzellus Hofmann
Universität Witten/Herdecke
12:45 - 13:30

Mittagspause

13:30 - 15:00Fachforum

Monitoring der Gesundheitsversorgung in Pandemiezeiten in Europa - Lessons learned (HECOR I)

Gesundheitsfördernde Gesamtpolitik II

Die weltweite Verbreitung der Coronavirus-Erkrankung (COVID-19) stellt die Gesundheitssysteme vor enorme Herausforderungen. In vielen europäischen Ländern haben die Akteure im Gesundheitssystem flexibel auf das jeweilige Ausbruchsgeschehen reagiert. Die Gesundheitsversorgung wurde teilweise in kürzester Zeit stark umorganisiert. Das Fachforum fokussiert auf die Aufrechterhaltung der allgemeine Gesundheitsversorgung, auf Krankenhauskapazitäten und deren Aufstockung sowie auf politische Maßnahmen während der COVID-19 Pandemie im europäischen Ländervergleich.

Maintaining essential services during the pandemic – experiences in European countries

COVID-19 als Stresstest für das Gesundheitssystem – Erkenntnisse zu Krankenhauskapazitäten in europäischen Ländern

How do country-level policies influence COVID-19 related health care: A descriptive comparison

Themenfelder
  • Gesundheitspolitik   

Beteiligte

Juliane Winkelmann
Technische Universität Berlin
Erin Webb
Technische Universität Berlin
Elke Berger
Technische Universität Berlin
Christoph Reichebner
Technische Universität Berlin
13:30 - 15:00Seminar

Partizipativ forschen in Zeiten von Corona - wie geht das?

Gesundheitsförderliche Lebenswelten gestalten I

1) Fragestellung: Soziale Teilhabe und Partizipation sind wichtige Themen in Bezug auf Gesundheit und die Gesundheitsförderung in Lebenswelten. Die Corona-Pandemie stellt die Beteiligten in gesundheitsförderlichen Projekten und in der Partizipativen Forschung vor besondere Herausforderungen. In dem geplanten Learning-Café sollen Herausforderungen und Gelingensfaktoren zusammengetragen und diskutiert werden. Folgenden Fragen soll nachgegangen werden: Welche Auswirkungen der Pandemie auf partizipative Projekte bemerken wir? Welche Erfahrungen sind in der partizipativen Zusammenarbeit gemacht worden? Wie kann partizipative Zusammenarbeit bzw. Forschung aktuell gelingen?
2) Methode: Die Fragen werden im Plenum und in Kleingruppen (getrennte/moderierte Online-Konferenzräumen) bearbeitet. Nach einer Hinführung zum Thema werden Referent*innen ihre diesbezüglichen Erfahrungen in der partizipativen Zusammenarbeit und Forschung in Bezug auf verschiedene beteiligte Gruppen in kurzen Blitzlichtern skizzieren.
- Ergebnisse einer qualitativen Befragung: Partizipativ forschen in Corona-Zeiten (Rebecca Schnaak, Susanne Hartung)
- Wie partizipativ forschen mit älteren Menschen aktuell? (Petra Plunger anzufragen)
- Partizipativ forschen mit Eltern: aktuelle Herausforderungen (Gesine Bär anzufragen)
- Partizipativ forschen aus Sicht behinderter Menschen (Nicole Andres anzufragen)
Danach werden die Teilnehmenden des Learning-Cafés in Kleingruppen Fragen, Herausforderungen, Lösungswege diskutieren.
3) Ergebnisse: Die moderierten Kleingruppen dokumentieren die Ergebnisse und stellen sie allen Teilnehmenden in der Gesamtgruppe kurz vor.

Partizipativ zusammen forschen und arbeiten in Corona-Zeiten: Ergebnisse einer qualitativen Befragung

Durch die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie mussten partizipativ arbeitende Projekte ihre Prozesse anpassen und vermehrt digitale Kommunikationsformate nutzen. Welche Herausforderungen und Chancen damit verbunden sind, ist in einer Studie qualitativ untersucht worden. Wir möchten die Ergebnisse der Studie mit den Workshopteilnehmer*innen diskutieren und insbesondere Erfahrungen austauschen, ob und wie digitale Formate, zum Ausbau und zur Aufrechterhaltung von Vertrauen beitragen.

Partizipativ forschen mit älteren Menschen – wie geht das in Zeiten von Covid-19?

Soziale Teilhabe im Alter ist ein wichtiges Thema der Gesundheitsförderung, das durch die COVID-Pandemie neue Aufmerksamkeit erhalten hat. Das Projekt „LEBENDiG – Leben mit Demenz in der Gemeinde“ will die Partizipation von älteren Menschen in kleinen Gemeinden ermöglichen. Wir beleuchten die Auswirkungen, die die Pandemie auf das Projekt und die Partizipation von älteren Menschen hat. Wir diskutieren, ob und wie Beteiligung trotz physischer Distanzierung ermöglicht werden kann.

ElfE-Eltern fragen Eltern – vom Modellprojekt zum Transfer in die Fläche: Herausforderungen infolge der Kontaktbegrenzungen

Im Rahmen des partizipativen Forschungsprojektes „ElfE – Eltern fragen Eltern“ wird gemeinsam mit Eltern geforscht. Die Verbreitung der (aufbereiteten) Forschungsergebnisse insbesondere in die Settings Kita und Familienzentren auf bezirklicher Ebene fiel in die Arbeitsphase des Jahres 2020. Die damit einhergehenden Anpassungsbedarfe werden illustriert und reflektiert. In der Kleingruppe soll diskutiert werden, welche Rahmenbedingungen Anpassungen im Projektverlauf ermöglichen.

Themenfelder
  • Partizipation   

Beteiligte

Prof.in Dr.in Susanne Hartung
Hochschule Neubrandenburg
Dr.in Petra Plunger
Universität Wien
Assoz. Prof.in Katharina Heimerl
Universität Wien
Ina Schaefer
Alice Salomon Hochschule Berln
Prof.in Dr.in Gesine Bär
Alice Salomon Hochschule Berlin
13:30 - 15:00Fachforum

Public Health Forum: Kinder- und Jugendgesundheit in Deutschland

Gesundheitsförderliche Lebenswelten gestalten II

Hintergrund

Zweifelsohne ist die gesundheitliche Lage der heranwachsenden Generation von hoher Public Health Relevanz, denn die Weichen für ein gesundes Leben werden bekanntlich früh gestellt. Während klassische Gesundheitsprobleme des Kindes- und Jugendalters, wie die meisten Infektionskrankheiten, durch allgemein verbesserte Lebensbedingungen und den medizinisch-technischen Fortschritt zurückgedrängt werden konnten, haben andere und bisweilen „neue“ Gesundheitsrisiken und Entwicklungsstörungen weiterhin Bestand oder sogar zugenommen. Auffällig ist, dass sich für die überwiegende Mehrzahl der im Kindes- und Jugendalter relevanten Gesundheitsprobleme und Entwicklungsrisiken ein „sozialer Gradient“ nachweisen lässt, wonach deren Auftrittswahrscheinlichkeit umso höher ist, je größer der Grad der sozialen Benachteiligung der Kinder und ihrer Familien ist. Dabei sollte es die Maxime einer sozial-inklusiven Gesundheitspolitik sein, allen Kindern – unabhängig von ihrer Herkunft – die bestmöglichen Chancen zu bieten, gesund aufzuwachsen.

Projektbeitrag/Methode
Im Fokus des geplanten Fachforums steht die gesundheitliche Situation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Zu diesem Thema erscheint im Dezember 2019 ein Schwerpunktheft der Fachzeitschrift „Public Health Forum“. Als Referent*innen sollen 3-4 Autor*innen, die Beiträge zum Schwerpunktheft beigesteuert haben, eingeladen werden.

Diskussionsbeitrag
Das Fachforum gibt Einblicke in aktuelle Studien und Ansätze zur Förderung der Kinder- und Jugendgesundheit und bietet auch Zeit und Raum zur Diskussion.

entsprechende Autor*innen werden noch angefragt!

Das Sozialpädiatrische Kita-Konzept: ein interdisziplinärer Ansatz

Die Schuleingangsdaten in der Region Hannover verweisen auf vermehrte Entwicklungsdefizite bei Kindern aus bildungsfernen und sozial benachteiligten Familien. Vor diesem Hintergrund wurde ein interdisziplinäres Konzept zur Entwicklungsförderung von Kindern in Kindertageseinrichtungen (Kitas) als Baustein der Frühen Hilfen – Frühen Chancen der Region Hannover entwickelt. Das Konzept zeigt, wie eine Vernetzung von Akteuren und damit eine frühzeitige Förderung von Kindern gelingen kann.

AdiMon – Bevölkerungsweites Monitoring adipositasrelevanter Einflussfaktoren im Kindesalter

AdiMon liefert bevölkerungsweit aussagekräftige und regelmäßig aktualisierte Daten zu den Einflussfaktoren kindlicher Adipositas aus den Bereichen Verhalten, Verhältnisse, vor und nach der Geburt, Psychosoziales und Kontext. Außerdem werden Informationen zu umgesetzten Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung sowie zur Verbreitung von Adipositas im frühen Kindesalter bereitgestellt. Bis Ende 2020 wird AdiMon zu einem umfassenden Indikatorensystem ausgebaut.

Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen

Kinder und Jugendliche mit Behinderung haben deutlich schlechtere Gesundheitschancen als andere Gleichaltrige. Die hier wirksamen Risikofaktoren – insbesondere vorgeburtliche und frühkindlich erworbene Faktoren – werden stark durch die jeweilige Behinderung beeinflusst. Sie stehen in Wechselwirkung mit materiellen und sozialen Umwelteinflüssen und können Ansatzpunkte für die vorwiegend verhältnisassoziierten gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen sein.

Themenfelder
  • Kinder im Kita und Schulalter   

Beteiligte

Anan (Antje) Kula
Medizinische Hochschule Hannover
Dr.in Susanne Bantel
Region Hannover
Gianni Varnaccia
Robert Koch-Institut (RKI)
Dr.in Lotte Habermann-Horstmeier
Villingen Institute of Public Health
13:30 - 15:00Seminar

Familien im Mittelpunkt – Wirkungsorientiert Angebote und Strukturen weiterentwickeln

Gesundheitsbezogene Gemeinschaftsaktionen

Hintergrund

Das Angebot wellcome und das Projekt MitWirkung setzen in Berlin an verschiedenen Stellen an, um wirkungsvolles Arbeiten umzusetzen. „wellcome – Praktische Hilfe nach der Geburt“ unterstützt und entlastet Familien im Alltag mit Baby. Fachkräfte und Freiwillige arbeiten Hand in Hand. „MitWirkung – Perspektiven für Familien“ fokussiert mit/in 5 Bezirken die wirkungsorientierte Weiterentwicklung von Angeboten bezirklicher Präventionsketten.

Zwei Akteure, die sich aus unterschiedlicher Intention und mit unterschiedlicher Herangehensweise mit dem Thema Wirkung auseinandergesetzt haben, kommen zu den letztlich gleichen zentralen Fragen und ähnlichen Schlussfolgerungen:

  • Was kommt bei Familien tatsächlich wie an?
  • Was bedeutet dies für die Weiterentwicklung der Angebote und Strukturen?

Projektbeschreibung

MitWirkung - Bezirkliche Veränderungsprozesse wirkungsvoll unterstützen

Konkrete Bausteine bezirklicher Präventionsketten als Angebote für Familien werden wirkungsorientiert betrachtet und durch die Perspektive der (Nicht-)Nutzer:innen weiterentwickelt. Erkenntnisse über Wirkungen auf Familien werden exemplarisch sichtbar gemacht und in die Kooperations- und Netzwerkstrukturen zurückgespiegelt – als Impulse für Veränderung, Weiterentwicklung und Entscheidungen über Ressourcen.

Wirkung Ehrenamtlicher Interventionen in den Frühen Hilfen –Beispiel „wellcome-Praktische Hilfe nach der Geburt“

Der Wunsch einer Familie nach Unterstützung, die Selbstaussage zur subjektiven Belastung sind handlungsleitend bei wellcome. Ziele sind Entlastung, Stabilisierung, Förderung gesunden Aufwachsens. Ergänzt durch Beratung und ggf. Vermittlung, was gute Vernetzung des Angebots erfordert. Aber kommt an, was angestrebt wird? wellcome befasst sich schon länger mit Wirkung. Neu ist die Integration von Wirkungsfragen in das laufende Monitoring.

Schlussfolgerung

- Die Bedarfe der Familien als Maßstab des Handels annehmen.

- Nach ihrer Meinung fragen und sie in ihren Selbstaussagen ernst nehmen.,

- Mit angemessenen, alltagstauglichen Methoden Daten zur Wirkung erheben.

-  Angebote UND die strukturellen Erfordernisse daraufhin reflektieren und weiterentwickeln.

- Verbindlich ressortübergreifend zusammenarbeiten, freudvoll Veränderung gestalten.

Diskussionsbeitrag

Wie es gelingen kann, wirkungsvolle Angebote und Strukturen zu schaffen, möchten wir gemeinsam mit weiteren Teilnehmenden in der Fishbowl diskutieren. Die unterschiedlichen Perspektiven – Angebotsebene, Erfahrungen aus der wirkungsorientierten Evaluation in einer Kommune, Ebene der Fachsteuerung, Blickwinkel der Begleitung bezirklicher Arbeitsprozesse sowie aus Sicht der Familien – sollen dabei Raum bekommen. Unter der zentralen Fragestellung „Familien im Mittelpunkt - wie kann es gelingen, wirkungsvolle Angebote und Strukturen zu schaffen?“ diskutieren

  • Konstanze Böhnke, BA Mitte, Netzwerkkoordinierende Frühe Hilfen
  • Katja Brendel, Stützrad gGmbH, wellcome Landeskoordination Berlin
  • Christoph Gilles, LVR Rheinland
  • Dagmar Lettner, Gesundheit Berlin Brandenburg e.V., Projekt MitWirkung
  • Tobias Prey, BA Mitte, QPK
  • Katrin Reiner, Stadtteilzentrum Steglitz e.V., Elternlotsin, Eltern-AG-Leiterin, Leitung Familientreffpunkt Remise, wellcome-Koordinatorin Steglitz-Zehlendorf

 

Moderation: Bohlen, Amélie; Lettner, Dagmar (Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.), Brendel, Katja (Stützrad gGmbH)

Themenfelder
  • Kommune   

Beteiligte

Dagmar Lettner
Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.
Amélie Bohlen
Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.
Katja Brendel
Stützrad gGmbH
Katrin Reiner
Konstanze Böhnke
Bezirksamt Mitte von Berlin
Tobias Prey
Christoph Gilles
13:30 - 15:00Fachforum

Das Netzwerk Gesunde Kinder wirkt - auch in Zeiten von Covid-19?

Persönliche Kompetenzen entwickeln

Hintergrund / Fragestellung
Das Netzwerk Gesunde Kinder ist Teil des familien- und kinderpolitischen Programmes in Brandenburg. Es hat einen salutogenetischen Ansatz und setzt somit Maßnahmen der Gesundheitsförderung um. Das Netzwerk Gesunde Kinder richtet sich an alle Brandenburger Familien ab der Schwangerschaft bis zum 3. Geburtstag des Kindes. Ziel ist, Eltern in ihren Kompetenzen zu stärken und Kinder in ihrer gesunden Entwicklung zu fördern.
Vor diesem Hintergrund sollen zwei Fragestellungen näher beleuchtet werden:
1. Was kommt bei den Brandenburger Familien vom Netzwerk an?
2. Wie funktioniert und wirkt das Netzwerk in Zeiten von COVID-19?

Methodik
Zur Beantwortung der ersten Frage wurden die Daten der Brandenburger Einschulungsuntersuchungen von 2016 / 2017 netzwerkspezifisch analysiert und mittels Mixed-Methods-Ansatz eine wissenschaftliche Begleitforschung des Netzwerkes Gesunde Kinder in den Jahren 2018 / 2019 durchgeführt. Zur Beantwortung der zweiten Frage wurden die Mitarbeitenden der Regionalnetzwerke befragt.

Schlussfolgerung
Die Ergebnisse aller Untersuchungen zeigen: Das Netzwerk Gesunde Kinder wirkt. Das Netzwerk unterstützt entscheidend ein gesundes Aufwachsen und ist damit ein wichtiger Ansprechpartner für Familien.

Diskussionsbeitrag / Lessons Learned
Die persönliche Begegnung ist ein zentrales Element in den Angeboten des Netzwerkes Gesunde Kinder für Familien. Die COVID-19-Pandemie hat dies erschwert. Neue Wege mussten gefunden und gegangen werden. Einige davon werden auch dauerhaft Einzug finden in das Netzwerk. Damit sehen wir die Krise auch als Chance zur Weiterentwicklung.

Brandenburger Netzwerk Gesunde Kinder: Frühe Prävention zeigt Wirkung. Netzwerkspezifische Auswertung der ESU-Daten 2016 / 2017.

Im Rahmen des ersten Beitrages des Fachforums werden nach einer kurzen Einführung zum Netzwerk Gesunde Kinder die zentralen Ergebnisse der netzwerkspezifischen Analyse der Daten der Brandenburger Einschulungsuntersuchungen von 2016 / 2017 vorgestellt. Hier zeigen sich Wirkungen des Netzwerkes Gesunde Kinder im Gesundheitsverhalten der Familien und im Status der gesundheitlichen Versorgung der Kinder.

Wissenschaftliche Begleitforschung des Netzwerkes Gesunde Kinder. Ergebnisse der Eltern-Befragung von 2018/2019.

Im zweiten Beitrag des Fachforums werden wesentliche Erkenntnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung des Netzwerkes Gesunde Kinder dargestellt. Im Mittelpunkt steht die Perspektive von Eltern. Es wurden 65 problemzentrierte qualitative Interviews sowie vier Fokusgruppen durchgeführt. Die Ergebnisse geben wertvolle Rückmeldungen zum Grundkonzept des Netzwerkes Gesunde Kinder sowie zur konkreten Arbeit in den Regionen. Impulse zur Weiterentwicklung werden zur Diskussion gestellt.

Netzwerk Gesunde Kinder und COVID-19: Was war und ist möglich? Die Rolle des Netzwerkes Gesunde Kinder während der Pandemie für Familien mit kleinen Kindern.

Der letzte Beitrag nimmt die Herausforderungen und bewährten Strategien zum Kontakthalten mit Familien während der COVID-19-Pandemie in den Blick. Hierzu wird vor allem die Perspektive der Mitarbeitenden in den Regionalnetzwerken Gesunde Kinder herangezogen: Was war möglich und was nicht? Inwieweit mussten Zugangswege zu und Angebote für Familien mit welchen Konsequenzen angepasst werden?

Themenfelder
  • Kinder im Kita und Schulalter   

Beteiligte

Katja Beckmüller
Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V.
Dr. Dieter Hüseman
Werner Forßmann Krankenhaus / Netzwerk Gesunde Kinder Barnim Nord
Annett Schmok
Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V.
Prof.in Dr.in Gesine Bär
Alice Salomon Hochschule Berlin
Birgit Triebel
Netzwerk Gesunde Kinder Märkisch Oderland
Bettina Baumgardt
Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz Brandenburg
13:30 - 15:00Fachforum

Freiberufliche Hebammen in den Frühen Hilfen

Gesundheitsdienste neu orientieren I

(1) Hintergrund/Fragestellung
Freiberufliche Hebammen sind wichtige Partnerinnen in den Netzwerken Frühe Hilfen. Als Berufsgruppe des Gesundheitswesens wird ihnen ein besonderes Potenzial zugesprochen. Sie begleiten Frauen und Familien in einer sensiblen Phase sowohl vor, während und nach der Geburt und verfügen damit über ein besonderes Vertrauensverhältnis und einen frühen Zugang. An der Schnittstelle zu den Frühen Hilfen besteht das Potenzial der freiberuflichen Hebammen darin, mögliche Belastungen als Erste wahrzunehmen und Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf an weiterführende Hilfen zu vermitteln.

(2) Projektbeschreibung/Methode
Das NZFH hat die Hochschule für Gesundheit Bochum damit beauftragt, die freiberufliche Hebammenarbeit an der Schnittstelle zu den Frühen Hilfen aus theoretischer und praktischer Perspektive zu beleuchten. Daraus wurde ein Eckpunktepapier entwickelt, welches Ansätze liefert, wie die Einbindung freiberuflicher Hebammen zukünftig gestaltet werden kann.

(3) Schlussfolgerung/Ergebnisse
Das Eckpunktepapier beschäftigt sich u.a. mit folgenden Fragen:
- Was können Hebammen zur Weiterentwicklung von Netzwerken und Frühen Hilfen beitragen?
- Welche Faktoren fördern oder hemmen die Integration freiberuflicher Hebammen in die Netzwerke?
- Welche Rahmenbedingungen müssen gegeben sein, damit die Einbindung von Hebammen gut gelingen kann?
- Und: wie können freiberufliche Hebammen konkret in der Betreuung von Frauen und Familien durch Frühe Hilfen profitieren?

(4) Diskussionsbeitrag/Lessons Learned
Das Eckpunktepapier ist eine Einladung an alle Akteurinnen und Akteure sich über die Thematik auszutauschen und an gelingenden Kooperationen mitzuarbeiten.

Aufgaben und Rollen freiberuflicher Hebammen in den Frühen Hilfen

Ausgehend von der Beschreibung des Präventions- und Kooperationsverständnisses freiberuflich tätiger Hebammen in der ambulanten, geburtshilflichen Versorgung wird die Perspektive auf die Frühen Hilfen erweitert: Welche Rolle(n) kommen hier freiberuflichen Hebammen zu, wie gestalten sich Schnittstellen zu Angeboten der Frühen Hilfen und welche Rahmenbedingungen sind nötig, damit die Zusammenarbeit in den Netzwerken Frühe Hilfen gelingt?

Zur Rolle von Hochschulen im Kontext der Betreuung von Familien mit psychosozialen Belastungen

Auf Basis des im Januar 2020 in Kraft getretenen Hebammengesetzes (HebG2019) werden Hebammen künftig an Hochschulen qualifiziert. Welche Möglichkeiten bieten Hochschulen, Studierende auch auf die Begleitung von psychosozial mehrfach belasteten Familien mit Unterstützungsbedarf vorzubereiten?

Good Practice Modelle zur Mitwirkung und Beteiligung freiberuflicher Hebammen im Kontext Früher Hilfen

Für den weiteren Ausbau Früher Hilfen und eine bessere Versorgung von Frauen, Familien und Kindern in belastenden Lebenslagen ist es von zentraler Bedeutung, freiberufliche Hebammen umfänglicher als Kooperationspartnerinnen in die Frühen Hilfen zu integrieren. Vorgestellt werden verschiedene, in der Praxis erprobte Modelle, um Austausch und Kooperation zu verbessern und Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen.

Themenfelder
  • Frühe Hilfen   

Beteiligte

Christiane Trachternach
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Prof.in Dr.in Martina Schlüter-Cruse
hsg Bochum · Hochschule für Gesundheit
Prof.in Dr.in Friederike zu Sayn-Wittgenstein
Hochschule Osnabrück
Ulrike von Haldenwang
Deutscher Hebammenverband
13:30 - 15:00Fachforum

Neue Entwicklungen in Forschung und Praxis im Bereich der Public Mental Health (DGPH)

DGPH-Jahrestagung I

In den letzten Jahren hat die wissenschaftliche Disziplin der Public Mental Health auf nationaler und internationaler Ebene an Dynamik gewonnen. Wesentliche Anstrengungen in Forschung und Praxis konzentrierten sich auf die Förderung der psychischen Gesundheit, die Verbesserung der Kompetenz im Bereich der psychischen Gesundheit, die Verringerung von Stigmatisierung und die Prävention von psychischen Störungen. Es bleibt jedoch die Herausforderung, dieses interdisziplinäre Feld über das gesamte Spektrum der psychischen Gesundheit hinweg zu reflektieren, um sein Potenzial besser auszuschöpfen und einen umfassenden Diskurs zu ermöglichen, der von Public Health, psychiatrischer Epidemiologie, Gesundheitsförderung, Sozialmedizin bis hin zur Prävention von psychischen Erkrankungen reicht. Dieses Symposium bringt WissenschaftlerInnen auf dem Gebiet der Public Mental Health zusammen, um in einer Reihe von Vorträgen Beispiele aus seinem gesamten Spektrum vorzustellen und eine Gelegenheit zur Diskussion im Kontext neuer Herausforderungen und Richtungen für zukünftige Forschung zu bieten. Nicolas Rüsch wird über neue Konzepte und Befunde zur Wirksamkeit von Antistigma-Interventionen berichten. Lina-Jolien Peter wird über neue Erkenntnisse aus einer systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse berichten, um zu untersuchen, ob das Kontinuumsmodell für psychische Erkrankungen das Stigma verringert. Steffi Riedel-Heller wird danach zum State of the Art im Bereich der Demenzprävention von der Identifikation von Risikofaktoren bis hin zu Präventionsprogrammen vorstellen. Schließlich wird Ulrich Reininghaus ein Reallabor für Co-Design und Co-Produktion einer digitalen personalisierten Intervention zur Förderung der psychischen Gesundheit bei jungen Menschen vorstellen.

Demenzprävention: Von Risikofaktor zum Präventionsprogramm

Sinkende Neuerkrankungsraten für Demenzen in westlichen Industrienationen haben den Fokus für die Prävention geschärft und unser Wissen zu Risiko- und Schutzfaktoren erweitert. Im Vortrag werden eigene empirische Ergebnisse zur verschiedenen Risikofaktoren auf das Demenzrisiko vorgestellt. Diese Erkenntnisse wurden für die Weiterentwicklung der Prävention genutzt. Die erste deutsche randomisiert-kontrollierte Studie zur Demenzprävention (AgeWell.de: Multikomponentenintervention für Risikopersonen, m=1067) wird vorgestellt.

Reduziert ein Kontinuums-Modell von psychischen Erkrankungen Stigma? Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse

 

Reduziert ein Kontinuums-Modell von psychischen Erkrankungen Stigma? Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse (Lina-Jolien Peter, Leipzig)

Die Förderung eines Kontinuummodells von psychischer Gesundheit und psychischer Krankheit bietet möglicherweise die Chance, das Stigma psychischer Krankheit zu reduzieren, indem Vorstellungen von Andersartigkeit abgebaut werden. In einer systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchen wir, ob Kontinuumsüberzeugungen im Zusammenhang mit geringeren stigmatisierenden Einstellungen stehen, und ob diese durch Kontinuumsinterventionen veränderbar sind.

Drei elektronische Datenbanken (PubMed, Web of Science und PsycINFO) wurden durchsucht. Von 6726 initial gescreenten Studien konnten 33 Studien eingeschlossen werden. 13 Studien konnten meta-analytisch zusammengefasst werden. Kontinuumsvorstellungen sind demnach konsistent mit geringeren stigmatisierenden Einstellungen gegenüber Menschen psychischen Erkrankungen verbunden. Interventionen waren in den eingeschlossenen Studien zwar effektiv in der Beeinflussung von selbstberichteten Kontinuumsüberzeugungen, unterschieden sich aber in ihrer Wirkung auf stigmatisierende Einstellungen.

Wir diskutieren, ob und wie Einstellungen gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen durch die Bereitstellung von Informationen über ein Kontinuum von psychischer Gesundheit und psychischer Erkrankung verbessert werden können, auch in Hinblick auf die Gestaltung zukünftiger Interventionen.

Antistigma-Interventionen: Konzepte und Wirksamkeit

Reallabor Künstliche Intelligenz für digitale personalisierte psychische Gesundheitsförderung bei jungen Menschen

Themenfelder
  • Versorgung, Selbsthilfe, Patientinnen und Patienten   

Beteiligte

Prof. Dr. Ulrich Reinighaus
Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI)
Prof.in Dr.in Steffi G. Riedel-Heller
Universität Leipzig, Medizinische Fakultät
Lina-Jolien Peter
Leipzig University
Nicolas Rüsch
-
15:00 - 15:15

Pause

15:15 - 16:45Fachforum

Health inequalities: Gesundheitliche Ungleichheit und Vulnerabilität in der COVID-19-Pandemie

Gesundheitsfördernde Gesamtpolitik I

Hintergrund
In der COVID-19-Epidemie werden Aspekte gesundheitlicher Ungleichheit und ihrer sozialen Determinanten verstärkt sichtbar. Arbeits- und Wohnbedingungen, aber auch die familiäre Situation, das soziale Umfeld und aufenthalts- und versicherungsrechtliche Voraussetzungen bestimmen die Risikoprofile unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen.

Methoden
Das Format sieht drei kurze Inputvorträge vor und eine moderierte Diskussion mit dem Publikum. Dabei sollen Leitfragen diskutiert werden.

Ergebnisse
Strukturelle Ungleichheit und Ausschlüsse auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt, versicherungs- und aufenthaltsrechtliche Zugangsbeschränkungen zu Diagnostik und Versorgung, aber auch direkte interpersonelle Diskriminierung und Rassismus spielen als „underlying conditions“ eine Rolle im Hinblick auf Exposition und Vulnerabilität. Es zeigen sich erhöhte Infektionsrisiken, aber auch Risiken für schwere Verläufe für Menschen in prekären Anstellungsverhältnissen oder in sogenannten systemrelevanten Berufen, in beengten Wohnverhältnissen und bei Menschen ohne Zugang zur Regelversorgung. Auch sind die (Langzeit-)folgen der Pandemie und der Infektionsschutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche, für Ältere und Alleinerziehende oder für wohnungslose Menschen spezifisch.

Diskussion
Wie können wir gesundheitliche Ungleichheit und ihre Auswirkungen beschreiben und Schutz für alle Bevölkerungsgruppen ermöglichen? Mit Perspektiven aus Forschung und Praxis wird in einer gemeinsamen Session eine Diskussion um die Wirkweisen gesundheitlicher Ungleichheit in der Pandemie geführt, aber auch um die Handlungsmöglichkeiten um einen Gesundheitsschutz für alle zu ermöglichen - auch über den Infektionsschutz hinaus.

Soziale Auswirkungen von Corona im Zusammenhang mit sozialer Ungleichheit am Beispiel von Rassismus

Ungleiche Effekte des ersten Corona-Lockdowns auf das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen

Herausforderungen und Möglichkeiten in Zeiten von Corona bei drogengebrauchenden Migrant*innen in Berlin

Themenfelder
  • Health Inequalities

Beteiligte

Dr.in Irene Moor
Institut für Medizinische Soziologie MLU Halle-Wittenberg
Dr. Jens Hoebel
Robert Koch-Institut (RKI)
Dr.in Katja Kajikhina
Robert Koch-Institut
Dr.in Angelika Guglhör-Rudan
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Dr.in Alexandra Langmeyer
Ursula Winklhofer
Dr. Thorsten Naab
Michail Khor
-
15:15 - 16:45Seminar

Technologische Innovationen in der stationären Patientenversorgung – Fluch und Segen zugleich?

Gesundheitsfördernde Gesamtpolitik II

Die Medizintechnik hat wesentlich zu Verbesserungen in der Diagnostik und Behandlung von Patienten beigetragen. Aber die Präsenz von Sicherheitswarnungen und Rückrufen einiger Technologien lässt Zweifel an der Sicherheit und dem Nutzen von gerade neueren Technologien aufkommen. Wie können wir eine bestmögliche Patientenversorgung sicherstellen und welche Bedeutung kommt der wissenschaftlichen Evidenz bei der Einführung und Nutzung von medizintechnischen Innovationen im Krankenhaus zu? Welche Innovationen sind es ‚wert‘ in die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen zu werden? Wie gehen Krankenhäuser mit neuen Medizinprodukten um? Alle diese Fragen werden in diesem Fachforum vor dem Hintergrund neuer Entwicklungen beleuchtet und diskutiert.

Welche Evidenz ist zu welchem Zeitpunkt für Innovationen in der stationären Versorgung verfügbar?

Technologische Innovationen im Krankenhaus: Die Sicht der Klinik

Technologische Innovationen im Krankenhaus: Die Sicht der Hersteller

Technologische Innovationen im Krankenhaus: Die Sicht der Gesetzlichen Krankenversicherung

Themenfelder
  • Versorgung, Selbsthilfe, Patientinnen und Patienten   

Beteiligte

PD Dr.in Cornelia Henschke
Technische Universität Berlin
Dr.in Dimitra Panteli
Technische Universität Berlin
Helene Eckhardt
Technische Universität Berlin
Susanne Felgner
Technische Universität Berlin
Prof. Dr. Christoph T. Starck
Deutsches Herzzentrum Berlin
Olaf Winkler
BVMed | Bundesverband Medizintechnologie e.V.
Dr. Matthias Dettloff
GKV-Spitzenverband
15:15 - 16:45Fachforum

Geschlechtergerechte gesundheitliche Chancengleichheit an Hochschulen fördern

Gesundheitsförderliche Lebenswelten gestalten I

1. Hintergrund/Fragestellung
Gesundheitsfördernde Hochschulen streben danach, die Gesundheit ihrer Angehörigen in allen Statusgruppen durch den umfassenden Ansatz des „health in all policies“ zu fördern. Die Verknüpfung der Ungleichheit der Gesundheitschancen mit der Frage der Geschlechtergerechtigkeit ist Thema des Forums.
2. Projektbeschreibung/Methode
Die Expertise „Gender und Gesundheitsfördernde Hochschule“, die im Rahmen eines Forschungsförderungsprogramms für die Duale Hochschule Baden-Württemberg erstellt wurde, legt den Forschungsstand zum Thema dar. Welche Bedeutung haben verschiedene Rollenerwartungen, Diskriminierungsprozesse und unterschiedliche Verteilungen von Belastungen und Ressourcen für die Gesundheit der Beschäftigten und Studierenden? Wie können Hochschulen hier systematisch und zielorientiert intervenieren?
3. Schlussfolgerungen/Ergebnisse
Die Prüfung der hochschulischen Prozesse und Strukturen hinsichtlich des Diskriminierungspotenzials und der Verteilung von Belastungen und Ressourcen ist Thema im Forum.
4. Diskussionsbeitrag/ Lessons learned
Anwendungsbezogenes Wissen wird im Forum vermittelt. Was nehme ich für meine Hochschule mit? Welche Barrieren sehe ich in meiner Hochschule? Welche Rahmenbedingungen kann ich positiv nutzen in meiner Hochschule?

Inhaltliche Einführung

Gender und gesundheitsfördernde Hochschule

Wo sind in Hochschulen die Stellschrauben für eine gendersensible Gesundheitsförderungskultur?

Themenfelder
  • Gesundheit studieren – gesund studieren   

Beteiligte

Dr.in Ute Sonntag
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.
Prof.in Dr.in Eva Hungerland
Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart
Michael Gümbel
Sujet Organisationsberatung
Prof.in Dr.in Nadine Pieck
Hochschule Magdeburg-Stendal
15:15 - 16:45Seminar

Gemeinschafts- und Sammelunterkünfte ein gesundheitliches Risiko – und nicht erst seit Corona?

Gesundheitsförderliche Lebenswelten gestalten II

Hintergrund:
Mindestabstand, Reduzierung von Kontakten und individuelle Hygiene sind notwendige Präventionsmaßnahmen während der SARS-CoV-2 Pandemie. Enge Unterbringungsverhältnisse, wie sie in Gemeinschafts- und Sammelunterkünften vorliegen, erhöhen das Risiko eines Infektionsgeschehens.
Projektbeschreibung:
Die negativen Auswirkungen dieser Unterbringungen auf die Menschen sind nicht erst seit Corona bekannt. Studien und Analysen zeigen, dass hier dringenden Handlungsbedarf besteht. Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) untersuchte die Gesundheit von Obdachlosen während der SARS-CoV-2 Pandemie. Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DMIR) zeigte dies auch in einer empirischen Analyse zur ordnungsrechtlichen Unterbringung.
Methode:
UKE und DIMR stellen die genannten Untersuchungen vor. Anhand der Studien und den Empfehlungen von BAG Wohnungslosenhilfe und Ärzte der Welt wollen wir die notwendigen Schritte und Veränderungen diskutieren.
Ergebnisse & Schlussfolgerung:
Auf die Umsetzung der Forderungen der BAG Wohnungslosenhilfe und anderer Verbände nach Standards in der Unterbringung von Menschen und Auflösung von menschenunwürdigen Unterbringungssituationen muss verstärkt gedrängt werden. Am Beispiel der Testung auf SARS-CoV-2 kann verdeutlicht werden, welche (Nicht-)Beachtung die Menschen in Gemeinschaftsunterkünften in der Politik erhalten.
Diskussion:
Auf der Basis der vorliegenden Erfahrungen und Untersuchungen zur Auswirkung von Unterbringungsformen auf die Gesundheit und den Infektionsschutz gilt es Schlussfolgerungen zu ziehen. Welche Rolle spielt das Infektionsschutzgesetz?

Diskussionsbeitrag DIMR

Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat sich in seinem jährlichen Bericht über die Menschenrechtssituation in Deutschland u.a. mit der ordnungsrechtlichen Unterbringung befasst. Die Ergebnisse dieser Analyse werden in die Diskussion eingebracht.

Diskussionsbeitrag Ärzte der Welt

Die Corona-Pandemie macht Missstände im Gesundheitssystem sichtbar, Ärzte der Welt versucht, diese Aufmerksamkeit zu nutzen, um auf Dauer Verbesserungen zu erzielen. Insbesondere für Menschen ohne ausreichenden Zugang zum regulären Gesundheitssystem stellt die Pandemie ein großes Risiko dar. Sie setzen sich schon früh für die Testung von Nichtversicherten ein.

Diskussionsbeitrag BAG Wohnungslosenhilfe e.V

Bereits 2013 erarbeite die BAG Wohnungslosenhilfe eine Empfehlung zu Mindeststandards in Gemeinschaftsunterbringung im ordnungsrechtlichen Sektor. Die Umsetzung der Forderungen sind aktuelle und dringender denn je. Notversorgung stellt menschenwürdige Versorgung als Übergangsversorgung dar, die Mindeststandards erfüllen muss. Die Forderungen werden in die Diskussion eingebracht.

Studie UKE

Eine Querschnittsstudie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf untersucht die Gesundheit von Obdachlosen während der SARS-CoV-2 Pandemie. Die psychische und somatische Gesundheit der Obdachlosen wurde über interviewgestützte Fragebögen, eine körperliche Untersuchung, Blutentnahmen und einen Nasopharyngealabstrich erfasst.
Victoria van Rüth, Franziska Bertram, Klaus Püschel, Christine Schüler, Thomas Renné, Thomas Brehm, Marc Lütgehetmann, André Hajek, Hans-Helmut König, Fabian Heinrich UKE

Themenfelder
  • Wohnungslosigkeit   

Beteiligte

Sabine Bösing
Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V.
Dr.in Claudia Engelmann
Deutsches Institut für Menschenrechte
Cevat Kara
Ärzte der Welt
Werena Rosenke
Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. (BAGW)
Franziska Bertram
15:15 - 16:45Fachforum

Familiäre Gesundheitsförderung – Chancen und Herausforderungen

Gesundheitsbezogene Gemeinschaftsaktionen

Die lebensweltliche Perspektive von Familien ermöglicht einen Blick auf Chancengerechtigkeit und soziale Teilhabe. Auf Grundlage des Doing Family-Ansatz lassen sich praktische und sinngebende Abläufe identifizieren, die in der Herstellung eines individuellen Familienlebens münden. Während der Pandemie wurden/werden diese Prozesse auf den Prüfstand gestellt und hatten/haben zum Teil einschneidende Folgen für das Familienleben. Das Konzept der familiären Gesundheitsförderung bietet einen Handlungs- und Arbeitsrahmen, der Qualitätsanforderungen für gesundheitsförderliche Aktivitäten aufzeigt. Diese sollten nutzerorientiert und an familiären Bedürfnissen sowie Bedarfen ausgerichtet sein. Aufgrund der Pandemielage stellt sich die Frage, wie Familien in verschiedenen Lebenslagen und -phasen unter diesen Bedingungen erreicht werden können und wie sich fam. Gesundheitsförderung dieser Herausforderung stellen kann. Das Fachforum gibt einen Überblick zur fam. Gesundheitsförderung, die sich insbesondere auf sozial belastete Familien bezieht. Folgende Themenfelder werden anhand der vorhandenen Expertise näher betrachtet:
- Systematischer Überblick zu familiärer Gesundheitsförderung und Prävention bei sozial belasteten Familien
- Familiäre Gesundheitsförderung bei Alleinerziehenden
- Adipositasprävention bei Kindern und Jugendlichen
Eine Aufgabe von Akteur_innen im Bereich Public Health und familiärer Gesundheitsförderung ist es auch unter Bedingungen der sozialen Bealstung sowie Pandemie mögliche gesundheitsförderliche Potentiale zu benennen und den Adressat_innen auf Grundlage vorangegangener Forschung niedrigschwellige sowie bedarfsgerechte Handlungsspielräume aufzuzeigen.

Systematischer Überblick zu familiärer Gesundheitsförderung und Prävention bei sozial belasteten Familien

Vor dem Hintergrund der familiären Gesundheitsförderung wird ein Überblick nationaler und internationaler Forschungsergebnisse zu Gesundheitsförderungs- und Präventionsansätzen bei sozial belasteten Familien und ihren Kindern erstellt. Alleinerziehende mit Kindern, Familien in Armutslagen und Familien mit elterlichem Alkoholkonsum stehen hier im Fokus.

Familiäre Gesundheitsförderung bei Alleinerziehenden

Alleinerziehende Elternteile befinden sich in einer, für die familiäre Gesundheitsförderung, bedeutsamen Lebenslage. Diese ist u.a. durch ein erhöhtes Armutsrisiko sowie sozial bedingten Ungleichheiten wie Herausforderungen in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gekennzeichnet. Der Beitrag gibt einen Impuls zu möglichen Selbstwirksamkeitsprozessen bei Alleinerziehenden und dem Abbau ungleicher Gesundheitschancen.

Adipositasprävention bei Kindern und Jugendlichen

Der Beitrag widmet sich einem Überblick zum Themenfeld Adipositasprävention bei Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen familiärer Gesundheitsförderung finden besonders die Lebenswelten Kita und Schule Berücksichtigung.

Themenfelder
  • Kinder im Kita und Schulalter   

Beteiligte

Katharina Lietz
Berlin School of Public Health & Alice Salomon-Hochschule
Prof.in Dr.in Eike Quilling
Hochschule für Gesundheit
Laurette Rasch
ASH/ Berlin School of Public Health
Nezahat Baradari, MdB
Dt. Bundestag
Prof. Dr. Raimund Geene
Alice Salomon Hochschule Berlin & Berlin School of Public Health
Doreen Kanehl
Alice Salomon Hochschule Berlin
Miriam Knörnschild
Alice Salomon Hochschule Berlin
Dr.in Katja Aue
Alice Salomon Hochschule Berlin
15:15 - 16:45Seminar

Lösungsmodelle für individuelle Berufsorientierungsprozesse von Kindern und Jugendlichen

Persönliche Kompetenzen entwickeln

"Blitzjobs für junge Menschen" - ein Projekt zur Stärkung von Selbsthilfe

Agile Instrumente und das Rollenverständnis in der fachlichen Arbeit in den Blick nehmen als Schlüssel für mehr Selbsthilfe-Qualität unter den Zielgruppen.

Arbeit mit Zielgruppen agil gestalten zu können – das heißt individuelle passgenaue Lösungen auch schnell umsetzen zu können - ist für die meisten Fachleute entscheidend für die Wirkungschancen ihres Handelns. Erschwert oder gar verunmöglicht wird diese Maxime allerdings allzu oft durch Verzögerungen bei Klärungsprozessen.
Was steckt dahinter? Welche Möglichkeiten haben Fachleute ihre Arbeitsinstrumente und das eigene Rollenverständnis zu beeinflussen?

Die Fragen des Workshops haben wir uns in der 10-jährigen Entwicklungszeit von dem Projekt “Blitzjobs für junge Menschen” gestellt. Es zeigte sich, dass eine Kombination von aufsuchenden Arbeitsmethoden, der Einsatz von Software und besondere Spielregeln für alle Mitwirkenden zu einer markanten Beschleunigung der Klärungsprozesse und somit der Selbsthilfe-Qualität geführt hat.

Wenn wir Menschen helfen wollen, mehr Einfluss auf ihre eigene Gesundheit und ihre Lebenswelt auszuüben, um Veränderungen in ihrem Lebensalltag zu treffen, heißt das vor allem, die Herstellung von Zugängen und Handlungsmöglichkeiten für die Zielgruppen zu optimieren.

Innerhalb der aktuell oft starren rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen ist ein verändertes Rollenverständnis und ein besonderes Instrumentarium um agiler Handeln zu können unabdingbar. Welche Gelingensfaktoren um Zielgruppen zu erreichen sind entscheidend? Wie können wir unsere Vorstellung von Möglichkeiten durch gezielt angewandte Methoden der agilen Arbeitsorganisation erweitern?

Blitzjobs für junge Menschen
Faktoren für Wirkungschancen werden vorgestellt:
- Selbstverständnis des Fachpersonals als Katalysator*in statt als Betreuer*in
- Team- statt Einzelbeziehung, um Erreichbarkeit und Diversität zu stärken
- punktuell motivierte Handlungsintervalle statt feste Tagesstrukturen
- Nutzen von Alias-Namen, um Diskriminierung entgegen zu wirken
- partizipative Auswertung nach jedem Handlungsschritt
- Software für Verläufe, Matching und Auswertung
- juristische Konstruktionen für unbürokratische Abläufe

Förderung von Berufsorientierungsprozessen für Kinder und Jugendliche im ländlichen Raum

Gerade zu (inter)nationalen Krisenzeiten, in denen unsere Gesundheit bedroht ist, geraten Themen der Beteiligung junger Menschen an Prozessen der eigenen Lebenswegplanung in den Hintergrund. Dies zeigt sich auch im strukturschwachen Landkreis Stendal. Beunruhigend ist die im Bundes- & Landesvergleich hohe Zahl der Erwerbslosen, woraus auch eine entsprechend hohe Zahl von Kindern resultiert, die in Armutslagen aufwächst.

Hier wird seit Januar 2020 ein großangelegtes Projekt zur Verknüpfung von Berufsorientierung & Jugendsozialarbeit für v. a. sozial-ökonomisch benachteiligte junge Menschen zwischen 9 & 14 Jahren organisiert. Um die Arbeit in der Fläche des Landkreises leisten zu können, bildet die aufsuchende Arbeit in 10 Planungsregionen mit jeweils einer*m Multiplikator*in das Herzstück des Projektes. Somit können die jungen Menschen & ihre Bezugspersonen in ihrer Nähe Unterstützung erhalten. Die Bedarfe der Nutzer*innen (Partizipation) sowie die Kernstrategien der Ottawa Charta bilden die Grundlage für die Angebotsentwicklung. Ein Netzwerk aus Arbeits-, Jugend- & Schulamt sowie Jugendarbeit & Wirtschaftsförderung leistet auf Basis der Nutzer*innenperspektive Veränderungsarbeit in den jeweiligen Strukturen.

Der Beitrag soll die Rolle dieser Multiplikator*innen als Berufslots*innen für die berufspädagogische Betreuung der Kinder & Jugendlichen im Projekt “Meine Zukunft! - Jugend + Beruf im Landkreis Stendal” diskutieren, Herausforderungen im Hinblick auf Erreichbarkeit und Partizipation der jungen Menschen sowie bei der intersektionalen Zusammenarbeit erörtern & dabei auch auf die mit den Einschränkungen der SARS-CoV2-Pandemie entstandenen Schwierigkeiten & Lösungen eingehen.

Themenfelder
  • Jugendliche   

Beteiligte

Per Traasdahl
Caiju - Innovationswerkstatt und Verein
Lucija Wicaz
Caiju - Innovationswerkstatt und Verein
Jennifer Beder
KinderStärken e.V. - Institut an der Hochschule Magdeburg-Stendal
Gino Krebs
KinderStärken e.V. - Institut an der Hochschule Magdeburg-Stendal
15:15 - 16:45Fachforum

Modellprojekt „Achtsamkeit für Beschäftigte in der Pflege"

Gesundheitsdienste neu orientieren I

1) Beruflich Pflegende sehen sich häufiger körperlichen und psychischen Arbeitsanforderungen ausgesetzt und sind auch objektiv stärker von Krankheiten betroffen. Um den bestehenden und weiter steigenden Pflegebedarf in Deutschland auch künftig in hoher Qualität decken zu können, ist es erforderlich, den Aufbau gesundheitsförderlicher Arbeitsstrukturen und individueller Verhaltensweisen in der beruflichen Pflege stärker in den Fokus zu rücken. Die Gesundheit zu Pflegender und Pflegender ist ein hochrelevantes gesundheitspolitisches Thema mit zahlreichen Berührungspunkten zur Prävention. Im Rahmen eines Modellprojektes nach § 20g SGB V entwickelte die BARMER mit ihrem Kooperationspartner „7Mind“ Ende 2019 ein modulares Konzept zur Gesundheitsförderung und Prävention in der Pflege.
(2) Das Modellprojekt zielt darauf ab, den Einsatz der 7Mind-App im Zusammenspiel mit Präsenz- oder Online-Workshops speziell für Pflegekräfte in stationären Einrichtungen hinsichtlich seiner Wirksamkeit zu untersuchen. Die App leitet den Nutzer bei der Meditationspraxis an und die Workshops sollen die Gesundheitskompetenz und Akzeptanz und die Nutzung der digitalen App-Anwendung bei den Pflegekräften verstärken.
(3) Der erwartete Nutzen einer regelmäßigen Anwendung der App in Kombination mit den Workshops ist eine Erhöhung der Achtsamkeit und somit eine Steigerung der gesundheitsbezogenen Ressourcen für eine verbesserte Stressbewältigung.
(4) Unter Berücksichtigung der Situation in der Pflege und der Anforderungen an Prävention sowie der Maßnahmen zu Digitalisierung gilt es, eine effiziente Strategie zu entwickeln. Mit der Kombination von wissenschaftlichen Modellprojekten und eigenen Produkten können sowohl die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner als auch die der Pflegekräfte in derselben Einrichtung gefördert werden.

Modellprojekt „Aufmerksamkeitsmeditation für Beschäftigte in der Pflege“ mit der 7Mind GmbH

Inputreferat

Projektbeschreibung/Methode

Achtsamkeitin der Pflege

Es gibt einen dringenden Bedarf nach Stressprävention & Resilienz bei Pflegefachkräften, da sie einer hohen Belastung ausgesetzt sind –nicht erst seit Covid-19. Im Rahmen der Kooperation mit der BARMER hilft 7Mind zum Durchatmen trotz Klinik-Stress. Im hektischen Pflegealltag fällt eine Sache oft unter das Pflegebett: Zeit, zum Durchatmen. Achtsamkeit kann Pflegefachkräfte im Alltag dabei unterstützen, inne zu halten und stärkt nachweislich die Gesundheit und das Wohlbefinden. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Achtsamkeit sich positiv auf die Resilienz, den Schlaf, die Patientenversorgung, die Konzentration sowie das Selbstvertrauen auswirkt.

Der Umfang der Zusammenarbeit

Die Kooperation beinhaltet, die 7Mind-App Inhalte, Workshopssowie ein Handbuch. Die 7Mind-App beinhalte tEntspannungsübungen, die Schritt für Schritt den Pflegefachkräften das Meditieren beibringen und im Alltag dabei unterstützen, achtsam mit den eigenen Ressourcen umzugehen. Der digitale Zugang beinhaltet spezielle Meditationen für die Pflege (7-tägiger Kurs ”Achtsamkeit im Pflegealltag”, 28-tägiger Kurs“Resilienz in der Pflege” und situative Meditationen), welche7Mind in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Zumstein-Shaha (Pflegewissenschaftlerin der Universität Bern) konzipiert hat.Die Inhalte der App werden durc hOnline-Workshops ergänzt. Was Achtsamkeit und Resilienz ist, wird vor allem im Einstiegsworkshop erläutert. Die gelernten Inhalte und die ersten Erfahrungen mit dem Meditieren werden dann im Auffrischungs-Workshop ausgetauscht und nochmal vertieft. Um das Meditieren langfristig im Alltag der Pflegefachkräfte zu verankern, erhalten diese eine analoge Begleitung zur Stressprävention in der Pflege(Handbuch). Die Intention des Handbuchs besteht darin, die App vorzustellen, die pflegespezifischen Inhalte mit Hintergründen den Pflegefachkräften weiter zu erläutern und sich mit Reflektionsfragen auseinanderzusetzen

Evaluation dieses Modellprojektes und wie und warum wird evaluiert?

Diskussion zu: Warum Prävention für Pflegekräfte wichtig, richtig und schwierig ist

Themenfelder
  • Versorgung, Selbsthilfe, Patientinnen und Patienten   

Beteiligte

Dipl. Sportwiss. / CDMP Joachim Tepper-Hogrefe
BARMER
Nilaxsa Yoganathan
7Mind
Dr.in Lena Werdecker
Universität Witten/Herdecke
Prof. Dr. med. Tobias Esch
Christine Witte
BARMER
Prof. Volker Nürnberg
Sonja Lehriger (angefragt)
Jeannine Divoux
BARMER
15:15 - 16:45Fachforum

Zwischen digitaler Teilhabe und Spaltung: Herausforderungen soziallagengerechter Prävention und Versorgung in der digitalen Transformation (DGPH)

DGPH-Jahrestagung I

Digitalisierung gleich digital teilhaben? - Voraussetzungen für soziale und gesundheitliche Chancengleichheit in der Gesundheitsversorgung

Digitale Teilhabe erlebbar machen - Einblicke in die Eingliederungshilfe

Digitale Gesundheitsförderung und Prävention – Chancen und Herausforderungen für eine soziallagengerechte Versorgung

Themenfelder
  • Digitalisierung   

Beteiligte

Jun.-Prof. Dr. Christoph Dockweiler
Bielefeld University
Nadine Hüning
v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
Joanna Albrecht
Universität Bielefeld
Dr.in Cornelia Geukes
Universität Bielefeld
Anna Lea Stark
Universität Bielefeld
16:45 - 17:00

Pause

17:00 - 18:00Fachforum

Carola Gold Preisverleihung

Zentrale Veranstaltungen

Der Carola Gold-Preis für gesundheitliche Chancengleichheit schafft öffentliche Aufmerksamkeit für die Belange von Menschen in schwieriger sozialer Lage. Personen, die sich in herausragender Weise für mehr gesundheitliche Chancengleichheit einsetzen, sollen damit geehrt werden.

Namensgeberin des Preises ist die langjährige Geschäftsführerin von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., Carola Gold, die im Jahr 2012 nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist. 

In diesem Jahr wird der Preis an die Poliklinik Veddel und PD Dr. Thomas Lampert (posthum) verliehen.

Die Verleihung des Carola Gold-Preises ist eine Gemeinschaftsaktivität der Landesvereinigungen für Gesundheit(-sförderung) Berlin-Brandenburg, Hamburg, Hessen,
Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen sowie des AWO Bundesverbandes im Rahmen des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit.

Themenfelder
  • Ältere Menschen   
17:00 - 18:30Fachforum

Mitgliederversammlung der DGPH

DGPH-Jahrestagung I

Foto aus dem Lichthof an der TU Berlin

Foto: André Wagenzik